Campingurlaub und Campingküche

ein Campingfan versucht sie auf dieser Seite zu überzeugen,

dass Camping die schönste Art Urlaub zu machen ist, und dass

die Campingküche keine Horrorvorstellung sein muss.

 
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Bild: Scandika Banner

 
      Vorwort

Erklärt, warum Camping für mich die schönste Art Urlaub zu machen ist und warum Campingküche für mich keine Horrorvorstellung ist.

Die Geschichte von den Dosenravioli

Warum ich beinahe einen Horror vor der Campingküche bekommen hätte.

Der Wunschtraum eines 14 j ährigen

Ein Buch hat mein Freizeitleben gründlich beeinflusst.

Die Schlauchbootfahrt auf der Donau

Camping auf niedrigstem Niveau.

Im offenen Faltboot die Donau hinunter

Da hatten selbst die Angler Mitleid mit uns "armen Buben".

Mit dem Faltboot nach Wien

Die erste Faltbootfahrt ohne größere Pannen.

Die Rhonefahrt

Ein Traum geht in Erfüllung - und wie ich zum Kochen kam.
- Letscho oder Ratatouille ?

Mächtig viel Erbsensuppe - der EPA Irrtum

Die "Einmannpackung" hat die Freunde in die Irre geführt.

Eine abenteuerliche Hochzeitsreise

Kaum in der Ardèche-Schlucht angekommen geht das Gas aus.

Die Kräuterbutter

Beim Camping erlebt man so manches.

Steinpilze in Österreich und finnische Pfifferlinge

Warum ich die Campingküche unter anderem dem Hotel oder der Pension vorziehe.

Flucht vom Hotel ins Zelt

Als Wildwasserfahrer ist man im Zelt besser aufgehoben.

Unser erster Wohnwagen

... hatte eine Heizung! Da macht Wildwasserfahren im Herbst mehr Spass!

Nach Korsika - aber mit Zelt

Wir trauten uns auf die schmalen Strassen Korsikas nicht mit dem Wohnwagen.

Backpacking - Teil 1 : Nepal

Backpacking in den Bergen Nepals - eine extreme Form des Campings.

Backpacking - Teil 2 : Oregon

Hinauf in die Berge Oregons zu den Marple Mountains.

Die Kinderstube des Catus Wren

Mit dem Wohnmobil am "Busen" der Natur

Pilze satt

Camping Glück: Sonnenuntergang am See und Pilze soviel wir essen können!

Camping-Haushalt - der zweite Haushalt

Des Campers "doppelte Haushaltsführung"

 
 
 

Bilder von unseren Camping-Urlauben

Campingurlaub im Sud Luberon (2003 bis 2006)

Mont Ventoux, Ockerfelsen von Roussillion ...

Bilder von unserem Campingurlaub 2009 in der Bretagne

Der Golf von Morbihan, Quimper, Carnac, Guerande und die Sümpfe von Brière.

Bilder von unserem Campingurlaub 2010 im Périgord
nahe Sarlat la Caneda an der Dordogne und die Sclossgärten Marqueyssac, Eyrignac und der Garten von Cadiot.

Bilder von unserem Campingurlaub 2014 in der Bretagne

Die höchsten Klippen bei La Manche, die "rosa" Felsen, Pay des Abers, Roscoff ...

Die Reise ans Mittelmeer 2016

 

 

 

Den Schlossgarten von Villandry hatten wir 2009 auf der Rückfahrt von der Bretagne besucht.

Bildergalerie Schlossgarten Villandry

 

Campingurlaub an der Mecklenburgischen Ostsee

Leider haben wir die Schönheit der Ostsee östlich von Rostock erst 2006 entdeckt. Aber seither verbringen wir jedes Jahr im September unseren Urlaub an der Ostseeküste zwischen Rostock und Zingst. Unser Erstes Ziel war 2006 der Campingplatz Ferienpark "Rostocker Heide". Vom Ostseeheilbad Graal-Müritz aus kann man am Strand entlang theoretisch (wenn die Kondition reicht) bis nach Warnemünde laufen. Auch in der anderen Richtung stellen sich dem Strandwanderer keine Zäune in den Weg, so dass man frei über das Fischland-Darß-Zingst bis nach Zingst laufen könnte. Wer gerne am Strand wandert und die "beschränkten" Verhältnisse in Italien kennt, wird sich hier wie auf einem anderen Planeten fühlen! Auch auf der Halbinsel Loissin waren wir schon. Um auch andere auf den "Geschmack" zu bringen haben wir ein paar Bilder zusammen gestellt.

Bildergalerie Ostsee 1 ... der erste Eindruck

Bildergalerie Ostsee 2 ... Aktivitäten

Bildergalerie Ostsee 3 ... Ausflüge


 
 

Vorwort
Erklärt, warum ich hier für den Camping-Urlaub "eine Lanze brechen" möchte.

"Was ! Du macht Camping- Urlaub!?" Mitleid und Entsetzen schlugen mir entgegen, wenn ich meinen Arbeitskollegen erzählte, das ich Camping- Urlaub mache. Mitleid - der kann sich wohl keinen richtigen Urlaub leisten? Entsetzen : "Camping, das könnte ich meiner Frau nicht antun, die braucht morgens immer eine warme Dusche - und außerdem hat sie Angst vor Krabbeltieren." "Camping- Urlaub? Ich mute doch meiner Frau nicht zu, dass sie im Urlaub kocht!" "Auf der Camping- Küche kann man doch nur Dosen aufwärmen!" Lauter Vorurteile, die man in drei Sätzen nicht ausräumen kann. Lesen Sie das Folgende, vielleicht kann ich einige dieser Vorurteile ausräumen.

 

Die Geschichte von den Dosenravioli.

Den ersten - allerdings negativen - Eindruck der Camping- Küche hatte ich im Alter von 14 Jahren. Eines Tages sagte mein Vater zu mir : "Am Sonntag kannst du bei einer Schlauchbootfahrt auf der Donau mitmachen." Zwei seiner Arbeitskollegen planten eine Schlauchbootfahrt die Donau hinunter. Am Sonntag war "Probefahrt" und ich sollte für den Gewichtstest als "Gepäck" mitfahren.

 

Für mich war die Fahrt sehr schön, es war ein herrlicher sonniger Tag und ich konnte im Trockenen auf dem Brett sitzen, das die beiden Kinderpaddelboote miteinander verband. Die beiden Männer hatten es nicht so gut. Die Kinderpaddelboote wurden unter Wasser gedrückt und sie saßen den ganzen Tag im Wasser. Sie haben dann größere Paddelboote genommen. Etwa zwei Wochen später holte sie mein Vater in Deggendorf ab und ich durfte mit.

 

Auf der Rückfahrt breitete sich im Auto ein penetranter Geruch aus. Natürlich, werden sie sagen, zwei verschwitzte Männer, die sich eine Woche nicht gewaschen haben! Glatt daneben geraten! Es war der typische Geruch von Dosenravioli, den ich mein ganzes Leben nicht mehr vergessen werde. Den Geruch von Weißblech in Kombination mit Tomatenmus und komischer Fleischfüllung habe ich heute noch in der Nase, während ich diese Zeilen schreibe. Die Camping- Küche der damaligen Zeit bestand aus einem Benzin- Kocher u nd ein paar Alu- Töpfen. Aber daran lag es nicht! Die Männer hatten einfach keine Fantasie - und hatten sich 2 Wochen nur von Dosenravioli ernährt.

 

Der Wunschtraum eines 14 Jährigen

Mit 14 habe ich ein Buch gelesen, das mein ganzes Freizeitleben beeinflusst hat. Meine Vorliebe für Camping- Urlaub und als Folge davon der Hang zur Camping- Küche sind durch dieses Buch entstanden. Titel und Autor dieses Buches habe ich vergessen. Das Buch erzählte die Geschichte von einem Vater, der mit seinem Sohn im Faltboot die Rhone hinunter fährt. Ich hatte gerade als Lehrling angefangen und sparte von da ab jeden Pfennig auf ein Faltboot.

 

Ich durfte pro Monat 5,- DM als Taschengeld behalten. Das Faltboot (es musste ein Klepper Aerius sein) kostete damals 800,-DM. Jeder andere hätte das als Aussichtslos angesehen, zumal es damals nicht üblich war, dass die Oma ständig als "Sponsor" auftrat. Werbeprospekte verteilen, Einkaufen gehen für die Mutter (ich durfte als Lohn die Rabattmarken behalten) und sonstige "Dienstleistungen" brachten noch den einen oder anderen Pfennig dazu. Während andere jeden Tag ihr Cola kauften, begnügte ich mich mit dem kostenlosen Tee, von dem sich jeder Lehrling nehmen konnte. Im zweiten Lehrjahr verbesserte sich meine Finanzlage erheblich. Ich durfte pro Monat 25,- DM Taschengeld behalten. Neue Einnamequellen kamen hinzu. Für jede "Eins" im Zeugnis gab es von meinem Vater 20,- DM. Als ich endlich 400,- DM zusammengespart hatte, hat sich mein Vater erbarmt und die andere Hälfte dazu gezahlt.

 

Die Erfüllung des Traumes rückte näher, aber bis zur Rhonefahrt dauerte es noch einige Jahre. In der Zwischenzeit war mein Vater zum Camping- Urlaub bekehrt und meine Mutter kam mit der Camping- Küche bestens zu Recht.

 

Die Schlauchbootfahrt auf der Donau

Bevor ich das Geld für das Faltboot zusammengespart hatte, unternahm ich mit einem Freund meine erste Bootsfahrt mit dem Schlauchboot die Donau hinunter. Die Campingküche bestand aus einem Benzinkocher mit einem Topf und einer Pfanne. Die Campingausrüstung hauptsächlich aus einem amerikanischen "Zweimann - Zelt". Das waren zwei Baumwollplanen, die in der Mitte zusammengeknöpft wurden. Für die Zeltstangen musste man sich jeweils im Wald 5 Stöcke abschneiden. Das Zelt hatte keinen Boden. Die Luftmatratzen lagen auf dem blanken Boden. Die Schlafsäcke waren alles andere als Kälte-Isolierend. Abends konnten wir die Schnaken nicht aus dem Zelt fernhalten, morgens krochen überall Schnecken herum.

 

Dosenravioli mussten wir nicht essen, meine Mutter hatte uns Rindsrouladen und Gulasch in Einmachgläsern mitgegeben. Die Nudeln dazu konnte ich schon damals kochen. Nach einem Start bei herrlichem Sonnenschein fing es am zweiten Tag zu regnen an. Am vierten Tag haben wir dann aufgegeben.

 

Im offenen Faltboot die Donau hinunter

Endlich war es so weit, das ersehnte Faltboot war "mein". Sofort wurde eine weitere Donaufahrt geplant. Diesmal sollte es von Dillingen nach Deggendorf gehen. Eine Fahrt, die in einer Woche gut zu bewältigen wäre. Wegen knapper Kasse hatte es nicht mehr zu einer Spritzdecke gereicht, aber wir wollten ja kein Wildwasser fahren und für ein paar Regentropfen hatten wir Regenschirme dabei. Ein "richtiges" Zelt hatte ich auch - mit Boden - 10 cm seitlich hochgezogen. Sogar ein Mückenschutz war am Eingang. Die Campingküche bestand immer noch aus dem Benzinkocher, zwei Töpfen und einer Pfanne. Mutter hatte wieder vorgekocht. Es konnte losgehen.

 

Leider war uns auch diesmal der "Wettergott" nicht hold. Wieder starteten wir bei Sonnenschein - und hatten ab dem zweiten Tag nur Regen. Da saßen wir im offenen Faltboot und konnten die Regenschirme nicht aufspannen, da wir ja paddeln mussten.

 

Angler sind ja die "natürlichen Feinde" aller Bootfahrer. Aber ich höre noch heute den mitleidigen Ausruf eines Anglers : "Schaug de oarma Buam" - Was soviel heißt wie : "Schau dir die armen Buben an". Wir müssen schon ein Bild des Jammers gewesen sein, wenn sogar ein Angler mit uns Mitleid hatte. Da wir unsere Schlafsäcke nicht wasserdicht verpackt hatten, sind auch diese feucht geworden. Nachts haben wir unsere Jeans zwischen Schlafsack und Luftmatratze gelegt, damit sie am anderen Tag (fast) trocken war. Letztendlich hatten wir "keinen trockenen Faden" mehr am Leib. Kurz nach Regensburg mussten wir wieder aufgeben.

 

Regensburg habe ich als die Bootsfahrer - unfreundlichste Stadt in Erinnerung. Eigentlich waren wir schon fix und fertig und wollten raus aus Fluss und Boot. Doch von beiden Campingplätzen, die jeweils einem Ruderclub gehörten, wurden wir regelrecht verjagt. Gleich nach Regensburg haben wir dann im Dunkeln am Dorfrand unser Zelt in einer Gänsewiese aufgestellt. Es hat immer noch geschüttet wie aus Kübeln. Als ich mich nachts umdrehte, fiel mein Arm von der Luftmatratze und es machte "Platsch". Wir hatten auch noch eine Kuhle erwischt. Auf dieser Fahrt habe ich einen Freund verloren. Er hatte genug von Camping und Campingküche.

 

Mit dem Faltboot nach Wien.

Aus Fehlern kann man bekanntlich lernen. So habe ich meine Camping Ausrüstung vor allem um wasserdichte Säcke für Schlafsäcke und Kleidung ergänzt, eine Spritzdecke für das Boot gekauft und mir einen "wetterfesten" Freund gesucht. Für die Campingküche kam ein Gaskocher und ein Satz Töpfe dazu. Da Mutter nicht für die ganzen zwei Wochen vorkochen konnte, war "Essen gehen" eingeplant. Die Camping - Kocherei beschränkte sich auf den Kaffee zum Frühstück und den Tee abends zum (kalten) Vesper. Meist sind wir jedoch mittags durchgefahren und sind dann abends zum Essen gegangen. - weiterlesen hier klicken -

 


 

Die Rhônefahrt - ein Traum geht in Erfüllung

Ich hatte den Wehrdienst gerade abgeleistet, mich an der Ingenieurschule eingeschrieben, das erste Semester hinter mir - jetzt sollte mein Traum in Erfüllung gehen - die Rhônefahrt. Mit meinem "wetterfesten" Freund und einem anderen, der französisch konnte, sollte es los gehen. Meine Mutter machte sich Sorgen :"Was wollt ihr den essen?" "Wer soll für euch kochen?"

 

Ich hatte die EPA's gesammelt, die Samstags beim "Bund" immer ausgegeben wurden und erklärte meiner Mutter - das wollten wir essen. Und kochen würde natürlich ich. "Dann" sagte sie "musst du kochen lernen". Sie taxierte die Möglichkeiten, die sich aus den EPA's ergaben, und brachte mir als Erstes bei, wie man eine dunkle Einbrenne für eine Soße macht. So wurden aus dem Dosenfleisch leckere Gerichte, ergänzt durch Gemüse, das wir in Frankreich kauften. Auch andere Gerichte brachte sie mir bei, zum Beispiel ein echtes ungarisches Letscho. Als ich in Avignon das Gemüse für das Letscho schnibbelte, meinten unsere französischen Nachbarn, da würden ja noch Auberginen und Zucchini fehlen. Also haben wir am nächsten Tag das erforderliche Gemüse für dieses "französische Letscho" gekauft und ich habe mein erstes Ratatoille gekocht. Der "Grundstein meiner Kochkünste" war also gelegt.

 

Mächtig viel Erbsensuppe - der EPA Irrtum

Falls Sie nicht wissen, was EPA bedeutet - Das gibt es bei der Bundeswehr, heißt "Einmannpackung" und das ist eine sehr irreführende Bezeichnung. Jeder Soldat hatte ja nur eine Zeltplane für ein halbes Zelt, er musste sich mit einem Kameraden zusammentun. Die Hauptgerichte waren dementsprechend für 2 Personen ausgelegt - was zu einer (nur für mich) lustigen Episode führte. (Mein Wehrdienst war von 1967 bis 1969). Heute haben die Soldaten eine "modernere" Verpflegung!

 

Mit dem Faltboot in Lyon angekommen, musste ich mit dem Zug zurückfahren, um das Auto zu holen. Da die Zugverbindung nach Seyssell - unserem Einsatzort - nicht so gut war, würde ich erst am nächsten Tag zurück kommen. "Was sollen wir heute Abend essen?" Haben mich meine zwei Freunde gefragt. Nehmt diese Packung Erbseneintopf und kocht sie in zwei Liter Wasser auf, dann habt ihr einen Erbseneintopf.

 

Dummerweise haben sie den Packungsaufdruck gelesen - Einmannpackung. Das reicht ja nur für einen! Der will uns wohl verhungern lassen? Also haben sie flugs noch eine zweite Packung Erbseneintopf in die zwei Liter Wasser geschüttet. Das Zeug quoll und quoll - ein zweiter Topf musste her, die Pampe wurde zu dick und brannte an! Schuld war natürlich ich! "Du hättest uns das mit der Einmannpackung erklären müssen!" Campingküche kann manchmal auch schwierig sein!

 

Eine abenteuerliche Hochzeitsreise

Das Faltboot, ein kleines Steiwandzelt, Luftmatratzen, Schlafsäcke, einen einflammigen Gaskocher, Töpfe Pfannen - der arme R6 war "randvoll" als wir mit ihm zu unserer Hochzeitsreise aufbrachen. Wir fuhren nach Frankreich - zur Ardèche-Schlucht, in der wir eine Woche bleiben wollten.

Oberhalb der Schlucht packten wir alles Erforderliche in das Faltboot - und das Abenteuer konnte beginnen. Wir fanden in der Schlucht am Flussufer eine ebene, erhöhte Terrasse - ein idealer Zeltplatz. Am nächsten Morgen, das Kaffeewasser war noch nicht mal lauwarm, erlosch das Zischen des Gaskochers. Die Gasflasche war leer! Was tun? Zusammenpacken und die Schlucht verlassen?

Wir beschlossen ein Feuer zu machen, darauf den Kaffee zu kochen und die Spiegeleier zu braten. Kaffeekessel und Pfanne waren verrußt, das war jetzt schon egal. So haben wir eine Woche lang auf offenem Feuer gekocht und ungestört die Tage in dieser idyllischen Schlucht verbracht. Wer heute an die Ardèche-Schlucht kommt kann sich sicher nicht vorstellen, dass im September 1972 das Wasser der Ardèche kristallklar war und wir eine Woche lang alleine auf einer Terrasse in einer Bucht dieser Schlucht campieren konnten. Heute ist diese idyllische Schlucht das Eldorado der Mietboote, total überlaufen, das Flusswasser eine stinkende Brühe - nicht mehr empfehlenswert!

abenteuerliche Campingküche

Bild oben: Oben brutzelt der Steckerlfisch, im Topf kocht ein Eintopf - abenteuerliche Campingküche.

 

Die Kräuterbutter

Auch das gehört zum Camping- Urlaub : Wir waren eine große Gruppe und zum Wildwasserfahren in Österreich auf einem Campingplatz. Es war eine wunderschöne Wiese. Neben an war das sogenannte "Junggesellen- Zelt". Sie hatten das Kochen und Abwaschen untereinander aufgeteilt. Heute war der Siggi mit dem Frühstück machen dran.

 

Die anderen saßen schon bequem am großen Camping- Tisch. Siggi war noch am rennen. "Siggi - wo bleibt die Butter!" "Kommt gleich" rief Siggi und balancierte die Butter auf einem Unterteller. Da passierte es! Siggi stolpert, die Butter rutscht vom Teller - und - fällt dem Siggi so vor den Fuß, dass er nicht mehr ausweichen kann. Er tritt voll hinein und fällt auf den Hintern.

 

Da lag sie nun - die gute Frühstücksbutter - zerquetscht und reichlich mit Gras vermischt. Das Gelächter verstummte, wir warteten auf ein Donnerwetter der Kameraden. Dann sagte einer : "Jetzt weiß ich endlich wie man Kräuterbutter macht": Das Gelächter war riesig, natürlich wurde Siggi noch oft mit dieser Episode "aufgezogen". Das sind halt die Tücken der Camping- Küche.

 

Steinpilze in Österreich und finnische Pfifferlinge

Zu Beginn unseres gemeinsamen Lebens haben meine Frau und ich Urlaub in einer Pension in Österreich gemacht. Jeden Tag eine Wanderung vom Tal hinauf auf die Almen und zur nächsten Alm und wieder hinunter. Bei so einem Abstieg kam die große Überraschung.

 

Es war in einem Hohlweg, der Boden des angrenzenden Fichtenwaldes war in Augenhöhe. Plötzlich hatte ich einen unverwechselbaren Geruch in der Nase - Pilze ! Genauer gesagt - Steinpilze. Wunderschöne Exemplare, gesund und wie aus dem (Pilz) Bilderbuch. Wir konnten es gar nicht glauben - direkt am Wegesrand. Ich habe mein Hemd ausgezogen, darin transportierten wir etwa ein Kilo der schönsten Steinpilze zu unserer Pension - voller Vorfreude auf die leckere Pilzmalzeit. Die Hauswirtin hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen : "Pilze ! So etwas essen wir nicht !" Unsere Enttäuschung war riesengroß. Allerdings war das auch die Erklärung für unsere reiche Pilzernte. Die Pilze konnten in dieser Gegend ungestört wachsen. Ach hätten wir doch damals unsere Camping- Küche dabei gehabt.

 

Anders erging es uns bei unserem Camping- Urlaub in Finnland. Wir hatten gerade unser Zelt in einem Campingplatz am See aufgestellt und wollten noch einen kleinen Abendspaziergang machen. Am anderen Seeufer, etwa 500 m vom Campingplatz entfernt fanden wir im Gras vor einigen Birken und Föhren eine gelbe Fläche, etwa 3 Meter lang und 1 Meter breit. Gelbe Pilze - sahen auf den ersten Blick wie Pfifferlinge aus. Ich habe zu meiner Frau gesagt : " Die sehen aus wie Pfifferlinge, die riechen wie Pfifferlinge, aber das kann nicht sein, so nahe am Campingplatz!" Also sind wir zurück zu unserem Auto und haben unser Pilzbuch noch einmal konsultiert.

 

Es waren ganz ohne Zweifel Pfifferlinge. Also haben wir unseren größten Einkaufskorb mitgenommen und etwa 2 kg Pfifferlinge geerntet. Danach war noch genug für andere da. Am nächsten Tag haben wir uns auf unserer Camping- Küche eine leckere Pilzmalzeit - Pfifferlinge pur - zubereitet (natürlich mit Zwiebelchen und Speckwürfelchen). Da noch genug Pilze da waren haben wir auch die nächsten Tage Pfifferlinge als Beilage gehabt. Dank Camping- Küche

Fpifferlinge für die  CampingküchePfifferlinge mit der ampingküche zubereitet

 

Flucht vom Hotel ins Zelt

Natürlich kommen auch einem "eingefleischten Camper" mal Zweifel, ob denn ein Hotelurlaub nicht bequemer wäre. Wir fuhren zum Kajakfahren ins Tessin und fanden am Lago Maggiore bei Gambarogno ein kleines aber feines Hotel. Es war sauber, gemütlich und jeden Morgen gab es ein reichliches Frühstück. Leider konnte ich damals Morgens nicht viel essen, bin ein "Morgenmuffel" und kann Morgens nicht schon 20 gut aufgelegte Leute um mich herum brauchen.

 

Haben Sie schon mal gesehen wie ein Kajakfahrer nach erfolgreicher Fahrt auf dem Wildwasser ausschaut? Nass, verdreckt, verschwitzt. Umkleidekabinen am Wildwasser gibt es keine. Man zieht den dreckigen nassen Neoporenanzug aus und dann? Die saubere Kleidung darüber? Dann ist der Dreck innen und man sieht auch nicht besser aus. So läuft man dann durch die Hotelhalle - bestaunt und beäugt von Gästen und Personal. (Surfer gab es damals zum Vergleich noch nicht.)

 

Wir hatten vorsichtshalber das Zelt mitgenommen und zogen nach einer Woche Hotelaufenthalt auf den Campingplatz um. Näher am Wildwasser, zurück zu Camping und Campingküche. Nach der Wildwasserfahrt geht man im Neopren zur Dusche, zieht den Neopren unter der Dusche aus, spült ihn gleich ab und schlüpft frisch geduscht in saubere Kleidung, die dann auch sauber bleibt!

 

Unser erster Wohnwagen

Die Wildwasser- Saison beginnt im März. Auch im April und Mai kann es in Deutschland sehr kalt sein. Wir hatten genug gefroren, so kauften wir uns einen Wohnwagen - einen "Eriba". Natürlich noch ohne Nasszelle, aber mit einer leistungsfähigen Heizung. War das ein Genuss! "Eingeweiht" haben wir ihn an der Bregenzer Ache im Herbst.

 

Wir Männer befuhren ein sehr schwieriges Stück. Meine Frau blieb im Wohnwagen, drehte die Heizung auf und kochte Glühwein. Nass und durchgefroren "erstürmten" wir 10 Wildwasserfahrer unseren Wohnwagen und schlürften Glühwein. Der arme Wohnwagen wäre beinahe aus allen Nähten geplatzt, aber die Kameraden waren dankbar, dass sie sich aufwärmen konnten, bevor sie zurück in ihre kalten Zelte mussten. So nach und nach wechselten auch andere Wildwasserkameraden vom Zelt zum Wohnwagen. Die Campingküche erhielt neue Dimensionen, man hatte jetzt drei Brennstellen zum Kochen.

 

Nach Korsika - aber mit Zelt

So ganz hatte unser kleines blaues Zelt (das von der Donaufahrt) noch nicht ausgedient. Wir planten einen Korsika - Urlaub. Wer Korsika kennt oder sich schon mal über Korsika informiert hat, weiß, dass die Westküste die schönste Küste dieser Insel ist. Allerdings - damals - war die Westküste für Wohnwägen völlig ungeeignet! Also beschlossen wir kurzerhand - wir gehen mit dem Zelt.

 

Mitgenommen wird nur der einflammige Gaskocher, Kaffeekessel und Kaffeegeschirr. Ansonsten gehen wir Essen oder leben von Baguette. Die Entscheidung war völlig richtig, manche Campingplätze lagen so "idyllisch", dass wir selbst mit dem Auto bei der Anfahrt Probleme hatten.

 

Da wir nicht gekocht haben, lernten wir die korsische Küche von vorne bis hinten kennen. Ich habe (fast) alles probiert. Nur einmal - beim berühmten "1000-Augen-Käse" habe ich "gekniffen". (2 Augen schauen den Käse an und 998 Augen schauen aus dem Käse heraus). Ein Freund hatte mir das Restaurant empfohlen - leider hatte ich nicht den Mut, diesen Käse zu probieren - sehr zur Enttäuschung der Wirtin.

 

Backpacking - die extremste Form des Camping Teil 1 Nepal:
Und "der beste Obstsalat der Welt".

Mit Backpacking meine ich jetzt nicht mit Rucksack von Jugendherberge zu Jugendherberge, sondern eine Tour in die Wildnis, mit dem "Nötigsten" im Gepäck. Dann ist Backpacking wohl die extremste Form von Campingurlaub. Was "das Nötigste" ist, bestimmen die Verhältnisse, die im Zielgebiet der Wanderung anzutreffen sind.

 

Wir planten eine Trekking Tour in Nepal, in ein Tal, das uns auf 4.000 Meter hinauf führte. Wir sind keine Bergsteiger, wir wollten nur eine Wanderung machen. Beraten wurden wir dabei von einem Freund, der zu dieser Zeit in Nepal lebte. Sein Rat : "Ihr braucht keine speziellen Lebensmittel mitbringen, man kann alles hier kaufen, auch unterwegs könnt ihr euch an "Hotels" versorgen." Wir waren zu dritt und mieteten noch zwei Träger. Die "großen Reiseveranstalter" hatten damals etwa 12 Träger für 8 Touristen vorgesehen. Unsere Träger sollten jeder 30 kg tragen, wir Männer muteten uns 25 kg zu, meine Frau hatte 15 kg zu tragen. Die Träger bekamen die Zelte und die Küche, wir die persönlichen Klamotten und die Lebensmittel. weiterlesen - hier klicken -

 

Backpacking - Teil 2 : Oregon
Orchideenwiesen und "Forelle satt".

Dass "Backpacking" kein Zuckerschlecken ist, wussten wir schon von unserem Nepal-Abenteuer. Unsere amerikanischen Freunde, die wir bei unserem Wohnmobilurlaub im Südwesten der USA kennen gelernt hatten, schwärmten uns von einer Wanderung in die Marble Mountains an der Grenze zwischen Oregon und Kalifornien vor. Die Marble Mountains liegen im Klamath National Forest und werden vom "Pacific Crest Trail" durchquert. Marble bedeutet "Marmor", diese Berge bestehen also aus Marmor, allerdings aus einer "minderwertigen" Sorte, so dass dieser Marmor nicht kommerziell verwendet werden kann. Zum Glück - sonst gäbe es diese Berge längst nicht mehr. Der hohe Kalkgehalt hat den Effekt, dass es dort unzählige Blütenpflanzen gibt. Auch dem Angler haben die Seen in diesem Gebiet einiges zu bieten. Also gehörte zu unserer Grundausrüstung eine leichte Angel - und vor allem eine gültige Angellizenz.

 

Anders als in Nepal waren diesmal im Zielgebiet keine Verpflegungsmöglichkeiten oder Einkaufsmöglichkeiten zu erwarten. Unsere amerikanischen Freunde hatten deshalb "Backpacking Food" besorgt. Das ist gefriergetrocknete "Fertignahrung". Jede Portion befindet sich in einem Alubeutel, den man oben öffnet, eine Tasse heißes Wasser hineinkippt und dann verschließt. Nach 10 Minuten hat man eine Mahlzeit. Das kann ein "Hauptgericht" wie "Spaghetti mit Fleischsoße" oder "Reis mit Hühnerfleisch" aber auch ein Frühstück wie "Rühreier mit Speck" sein. Für die Verpflegung tagsüber waren Nussmischungen mit Trockenfrüchten und getrocknetes Fleisch vorgesehen. Die Portionen wurden eingeteilt und in Plastikbeuteln verpackt. Dann kamen Zelt, Schlafsack, Kleidung, Toilettenartikel usw. hinzu. Für die Wasserversorgung hatten wir einen Wasserfilter dabei. Als wir die Rucksäcke auf die Waage stellten, zeigte diese so etwa 28 kg an. Hinzu kam dann noch die 2 Liter Wasserflasche für den Tagesbedarf und bei mir noch eine Spiegelreflex-Kamera im Mittelformat mit Teleobjektiv. weiterlesen - hier klicken -

 

Die Kinderstube des Caktus-Wren
Mit dem Wohnmobil am "Busen der Natur"

Als wir unseren USA Urlaub planten, war klar - naturverbunden wie wir sind, war ein Wohnmobil die ideale Lösung. Mit großen Städten hatten wir "nichts am Hut", uns interessierten die Nationalparks. Wo sollte es hingehen? Auch das war bald geplant. Eine große Karte der USA, Bücher über die Nationalparks und ein paar bunte Stecknadeln halfen uns dabei. Die Stecknadeln zeigten schnell die optimale Gegend - der Südwesten der USA. Der am Besten geeignete Ausgangspunkt : Phoenix Arizona.

Unsere Reiseroute führte uns zu den bekanntesten Nationalparks und National-Monuments des amerikanischen Südwesten. Gleich nachdem wir aus Phoenix heraus waren zog es uns zu den Groß-Kakteen des Saguoaro-Nationalparks. Auf unserer weiteren Reise waren wir immer wieder beeindruckt von den Farben der Natur im Südwesten. Ich will hier weder die Nationalparks aufzählen, noch diese im einzelnen beschreiben. Erzählen möchte ich von unseren Begegnungen mit der Tierwelt dieser grandiosen Landschaft.

Wer hat sich nicht schon mal über ein zutrauliches Eichhörnchen gefreut? So ging es uns auch bei unserer ersten Begegnung mit einem Backenhörnchen. Es war eine unserer ersten Tierbegegnungen in diesem Urlaub. Ein Gray Squirrel näherte sich (wie ich dachte) ängstlich unserem Frühstückstisch vor dem Wohnmobil. Vorsichtig griff ich zur Kamera ... meine Frau zu einem Stück Brot. Obwohl der Planfilm für meine Mittelformat Kamera kostbar war, verschoss ich einige Bilder, bis mir klar wurde, dass das Stück Brot ein Angebot war, dass sich dieses Squirrel nicht entgehen lassen wollte.

Bald merkten wir, dass die Tiere in den Nationalparks an Menschen gewöhnt und sehr zutraulich sind. Auf dem Mesa-Verde Campground sahen wir Deers, die den Campern aus der Hand fraßen. Die Deers sind etwas größer als unsere einheimischen Rehe. Am North-Rim Camp (Grand-Canyon Nordseite) schlich ein Bock (Mule Deer buck) so dicht um unser Wohnmobil, dass ich einige "Nahaufnamen" von diesem prächtigen Burschen machen konnte. An der Kante der Schlucht turnten winzige Sqirrels (Chipmunk) über die Samenstände von Gräsern. Auch eine Schar wilder Truthähne kreuzte unseren Wanderweg. Auf dem Campingplatz am Bryce Canyon wurden wir von einem Stellars Jay regelrecht "beschimpft". Wir haben es ihm verziehen, denn mit seinem stahlblauen Gefieder und seinem frechen Schopf ist er ein prächtiger Anblick.

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Pilze satt

Unsere diesjährige Camping - Urlaubsreise im Herbst geht nach Nord-Osten. Ziel ist die Ostsee bei Usedom. Als Zwischenhalt ist ein Campingplatz am Stolpsee eingeplant.

Nördlich von Berlin wenden wir uns am Dreieck Havelland kurz nach Osten Richtung Oranienburg bevor es wieder nördlich auf der B96 Richtung Usedom geht. Nun kommt ein Stück Landstraße, die durch eine Allee führt. Plötzlich stehen am Straßenrand handgemalte Schilder! Pfifferlinge, Maronen und Steinpilze werden alle paar Kilometer angeboten. Leider stehen die meisten Verkaufsstände recht ungünstig, so dass man mit dem Wohnwagen nicht anhalten kann. Dann - endlich ein Verkaufsstand mit ausreichend großem Parkplatz. Es werden Pfifferlinge und Maronen angeboten. Außerdem alle Arten von Sauergemüse. Wir nehmen Pfifferlinge und ein Eimerchen Senfgurken mit.

Der Campingplatz liegt direkt am Seeufer und wir bekommen ein schönes Plätzchen direkt mit Seeblick. Der Wohnwagen ist schnell aufgestellt. Das Vorzelt stellen wir nicht auf, da wir ja nur zwei oder drei Tage bleiben wollen.

Wir stellen Tisch und Stühle mit direktem Seeblick auf. Zwei Schüsseln hingestellt, zwei Gläschen Weißwein eingeschenkt und dann werden die Pfifferlinge geputzt. Die Zwiebelchen sind fein geschnitten, der Speck fein gewürfelt. Auch die Petersilie ist gehackt und eine Knoblauchzehe ist in feine Scheiben geschnitten. Aber die Campingküche muss noch warten, denn vor uns läuft das Naturschauspiel "Sonnenuntergang am See" ab. Obwohl wir dieses Naturschauspiel schon oft gesehen haben, fasziniert es uns immer wieder. Hauptdarsteller ist ja immer die Sonne. Ihr Partner dagegen wechselt je nach Gegend. Den schönsten Sonnenuntergang haben wir am Femundsee in Norwegen erlebt, dort mussten wir allerdings bis Mitternacht warten, bis die Sonne kurz im See versank. Heute dauert es nicht so lange bis die Sonne im Stolpsee "versinkt". Dann wird endlich die Campingküche "angeworfen".

Heute nutzen wir mal alle drei Brennstellen unseres Gasherdes. In einem Topf schmoren die Pfifferlinge, die noch mit Sahne verfeinert werden. Im zweiten Topf werden die Rindsrouladen mit Rotweinsoße aufgewärmt, die wir für den ersten Urlaubstag vorgekocht haben. Im dritten Topf kochen die Nudeln, die es zu den Rindsrouladen gibt. Der Duft geschmorter Pfifferlinge breitet sich im Wohnwagen aus, sicher weht er auch unseren Nachbarn verführerisch um die Nase. Ein Gläschen Rotwein rundet das Menü ab. Zum Dessert gibt es noch Käse mit Weißbrot.

Am zweiten Tag kaufen wir uns erst mal eine genaue Rad- und Wanderkarte der Umgebung. Die Auswahl an Radwegen ist riesig, wir beschließen nach Lychen zu fahren. Der gut ausgebaute Radweg führt vorbei an Seen und durch weitläufige Kiefernwälder. Es kommt wie es kommen muss - plötzlich erspähen wir etliche Maronenpilze. Wo einer ist, muss auch noch ein zweiter sein! Schon sind wir beim Pilze sammeln. Schon bald haben wir genügend Maronen gefunden und setzen unsere Radtour fort. Lychen liegt an sieben Seen, vom Ortsteil Hohen Lychen kann man einige dieser Seen sehen. Wir finden ein Restaurant mit Terrasse am See und lassen uns selbst eingelegte Heringe mit Bratkartoffeln schmecken. Für den Rückweg nehmen wir einen anderen Radweg, der mehr für Mountainbikes gedacht ist und Anfangs "sehr anspruchsvoll" ist. Rechts und links locken Pilze mit ihrem Duft und rufen "such mich". Wir wollen ja keinen Pilzhandel aufmachen und ignorieren diese "Anmache". Wieder im Wohnwagen widmen wir uns einer unserer Lieblingsbeschäftigungen, die da heißt: "Pilze putzen". Nun haben wir wieder eine Ergänzung unseres Abendessens. Wir werden die Maronen mit unserer Campingküche als "Funghi trifolati" zubereiten. Das heißt, sie werden mit viel Knoblauch in Olivenöl geschmort und zum Servieren mit viel Blattpetersilie bestreut. - weiter zu "Barsche satt" -

 

Camping-Haushalt - der zweite Haushalt

1972 auf unserer Hochzeitsreise mit dem Zelt war die Campingausrüstung noch sehr bescheiden. Ein Zelt, zwei Luftmatratzen, zwei Schalfsäcke, ein Kochtopfset (Alu), ein Gaskocher, zwei Tassen, zwei Teller, ein Brotmesser und das übliche "Campingbesteck". Bereits in diesem Urlaub ging uns das Hocken auf dem Boden auf die Nerven und es kamen zwei Klapphocker (Rohrgestell mit Stoffband) und ein Klapptisch 40 x 60 cm hinzu. Luxus pur war eine Gasleuchte, die nicht nur Licht, sondern auch noch Wärme spendete.

Nachdem wir dann einen Wohnwagen gekauft hatten, wurde der Camping-Haushalt erheblich ausgebaut. Anfangs wurden im Wohnwagen noch die Schlafsäcke aus der Zelt-Ära verwendet. Inzwischen haben wir Spannbetttücher und Zudecken mit Überzug. Rotwein aus dem Pappbecher oder aus der Blechtasse schmeckt einfach nicht! Teller, Schüsseln und Tassen wurden angeschafft. Da wir damals jedes Wochenende mit dem Wohnwagen unterwegs waren (Wildwasserfahren) wurde uns die ständige Räumerei lästig. So entstand langsam aber sicher ein zweiter Haushalt. Ob Brotmesser, Korkenzieher, Gläser und sonstiges Geschirr - alles war doppelt vorhanden. Da wir gerne kochen wurden auch die Gewürze doppelt angeschafft. (Die Gewürze müssen über den Winter allerdings zurück und aufgebraucht werden. Auch die Sanitär - Artikel (Zahnbürste, Zahnpasta, Haarwaschmittel und Duschgel ? u.s.w.) sind doppelt vorhanden. Haushaltstücher, Alufolie, Frischhaltefolie, Schnur und Tesafilm, auch das hat man nun doppelt.

Wer gerne kocht braucht auch einen Messbecher, eine Küchenwaage, ordentliche Schneidbretter und nicht zuletzt gute Kochmesser. Gemüsehobel? Spargelschäler? Kann man doch alles gut brauchen!

Im Urlaub auf unsere selbst gemachte Pizza verzichten? Inzwischen haben wir einen kleinen, mobilen Backofen (Sonderangebot 25,- Euro) der bei der Pizza ein erstaunlich gutes Backergebnis erzielt.

Da man ja immer Stromanschluss braucht (Ohne Kühlschrank geht es nicht), kamen wir dann auf die Idee, mit Strom auch zu kochen. Der erste Versuch mit einer Elektroplatte hat aber gezeigt, dass das beim Camping zu gefährlich ist. Die lange Nachhitze der Elektroplatte ist gefährlich. Auf einer Messe haben wir dann eine Induktionplatte mit passender Pfanne gekauft. Der Vorteil der Induktionplatte - sie wird selbst nicht so heiß. Nur durch die Wärmeabgabe des Topfes an die Glasplatte erwärmt sie sich langsam.

Inzwischen ist auch noch ein Gasgrill hinzu gekommen. Anfangs hatten wir einen Lavastein-Gasgrill, mit dem wir erste Grill-Erfahrungen gesammelt haben. Inzwischen haben wir einen portablen Weber-Gasgrill (Q 100) mit dem wir schon ganz passable BBQ - Ergebnisse erzielen.

 
 
         
     

Aktualisiert am : 02.06.2017