Campingurlaub und Campingküche

Barsche, Barsche ... für die Campingküche

 

 

 
  Home    I     Haftungsausschluss    I     Linkfreunde
 
 

Der Dritte Tag läuft kulinarisch unter "kannste vergessen!"

Auf unserer Radtour kehren wir Mittags im Yachtclub-Restaurant ein. Eine wunderschöne Terrasse mit Blick auf den Yachthafen. Die "Fischabteilung" der Speisekarte liest sich verführerisch. Die Auswahl an einheimischen Süßwasserfischen ist groß. Ich entscheide mich für Flussbarschfilets mit Reis, meine Frau wählt Barsch, Zander, Wels mit Petersilienkartoffeln. Die Flussbarschfilets sind grätenfrei, bemehlt und auf der Haut kross gebraten. Der Reis ist noch etwas körnig. Die Garnierung eine abenteuerliche Mischung aus Salat, Tomate, rohe, ungewürzte Gurken- und Zucchinischeiben. Als "Krönung" noch ein Träubchen Johannisbeeren. Die Soße eine weiße Pampe mit etwas Petersilie "verfeinert". Bei meiner Frau sind Zander und Barsch O.K., der Wels mooselt. Die Petersilienkartoffeln waren vorgekocht und wurden in der Mikrowelle aufgewärmt - nur furchtbar!
Da wir am nächsten Tag weiterfahren wollen und die Campingküche nicht mehr "einsauen" wollen, kehren wir abends in einem Fischrestaurant ein. Wir bestellen Hechtfilets mit Bratkartoffeln. Die Hechtfilets sind sehr gut, sehr festes Fleisch von einwandfreiem Geschmack. Die Bratkartoffeln hatten wohl die Bratpfanne nur aus der Ferne gesehen. Wir wären besser beraten gewesen, wenn wir den Fisch mit unserer Campingküche selbst zubereitet hätten.

 

Am vierten Tag fahren wir weiter an die Ostsee. Da es nicht weit ist, kommen wir noch vor Mittag an. Diesmal stellen wir das Vorzelt auch gleich auf. Als Mittagessen gibt es Rindsrouladen (vorgekocht aus dem Einweckglas), dazu Nudeln und einen frischen Gurkensalat. Gekocht wird auf dem "einflammigen" Induktionskochfeld, das neuerdings Bestandteil unserer Campingküche ist. Die Nudeln werden 12 Minuten gekocht, dann noch 3 Minuten im Wasser ziehen lassen. In dieser Zeit werden die Rindsrouladen erhitzt. Abgeseiht werden die Nudeln in der großen Salatschleuder.

Nach einer langen Strandwanderung freuen wir uns heute auf eine Pizza. Natürlich wird sie mit unserer Campingküche selbst gemacht! Dafür haben wir einen kleinen Backofen, den es neulich beim Discounter für 29,- EURO gab. Damit lässt sich eine Pizza bei 250 °C in 25 Minuten backen. Während der Hefeteig geht, kann man ein Buch lesen, oder auf dem Laptop häckern. Belegt wird sie heute mal mit Thunfisch und Krabben. Dazu ein Gläschen Rotwein und der Blick auf die See - das ist Campingurlaub "vom Feinsten".

 

Heute waren wir mit dem Rad in Greifswald. Zufälligerweise war Wochenmarkt. Der Fahrrad-Korb war fast zu klein um alle Schätze aufzunehmen. Eine Seite Spareribs, rohe Bratwürste, Wachsbohnen, Pfifferlinge, Obst, Räucherfisch - alles "was das Herz begehrt" - und die Campingküche bereichern kann. Als Mittagsimbiss gibt es ausnahmsweise mal Bratwürste vom Holzkohlegrill mit Senf in der Semmel, dazu einen Kaffee. Wieder zurück auf dem Campingplatz gibt es noch Weintrauben mit Käse und ein Gläschen Rosé. Für die Spareribs wird eine Soße geköchelt, in der sie später mariniert werden. Die Wachsbohnen werden blanchiert und in einer einfachen Vinaigrette mariniert. Dann werden noch Kartoffeln für einen schwäbischen Kartoffelsalat gekocht. Den Kartoffelsalat gibt es dann heute Abend zu den Bratwürsten vom Grill.
Zwei Mal Bratwürste am selben Tag? Wir sind mit Sicherheit keine "Bratwurstfans"! Aber das hat sich so ergeben. Außerdem - dann haben wir doch gute Vergleichsmöglichkeiten zwischen Bratwürstchen vom Wurststand und selbst gegrillten Bratwürsten von der Campingküche.

 

"Barsche satt":

Auf die Frage, wo man denn frischen Fisch vom Kutter kaufen könnte, gibt uns die Dame an der Rezeption des Campingplatzes den Tipp, wir sollten in das kleine Städtchen Freest fahren. Dort verkaufen einheimische Fischer ihren Fang direkt im Hafen. Die Kutter liegen an der Kaimauer. Hinter jedem Liegeplatz sind kleine Hütten in denen die Fischer ihren Fang verkaufen.

Auf Kreidetafeln steht, was der heutige Fang gebracht hat. Gleich an einer der ersten Hütten steht unter anderem Steinbutt auf der Tafel. Wir kaufen zwei kleine Exemplare und fragen den Fischer, ob er auch Barsche zu verkaufen hat. Er zeigt ans andere Ende des Hafens und meint: "Die da hinten, die haben Reusen, da bekommt ihr vielleicht Barsche". Bei einem dieser Fischer stehen einige Touristen herum und bestaunen einen etwa 1,2 Meter langen Hecht. Uns ist nicht nach Hecht, außerdem ist dieser schon verkauft. Ein paar Hütten weiter putzt ein Fischer Barsche. Sie sind für eine Frau bestimmt, die daneben auf einer Bank wartet. Ich frage ihn, ob er für uns auch noch welche hat. Ja, meint er, für euch reicht das auch noch.

Wir lassen und 6 Barsche schuppen, ausnehmen und auch gleich filetieren. Ich erzähle ihm, dass wir Barsch zuletzt am Bodensee als Bodensee-Krätzer gegessen haben. Da lacht er und erzählt mir, dass sie bei gutem Fang die Barsche in die nebenan liegende Fischfabrik liefern und diese sie dann als Krätzerfilets an den Bodensee liefert. "Vielleicht habt ihr dort unsere Barsche als Bodensee-Krätzer gegessen".

Hocherfreut fahren wir mit "unserem Fang" zurück auf den Campingplatz, nicht ohne vorher im Supermarkt noch ein paar Zutaten eingekauft zu haben. Zuerst werden die Steinbutte filetiert. Die Köpfe und Karkassen geben zusammen mit Gemüse einen Fischfond. Dann bereiten wir mit unserer Campingküche ein "Festmahl" zu. Auf unserem einflammigen Induktionskochfeld werden zuerst Kartoffeln für die Bratkartoffeln gekocht. Anschließend wird eine Dillsoße gekocht, dann sechs der Barschfilets gewürzt, in Mehl gewendet und gebraten. Anschließend werden Bratkartoffeln goldgelb gebraten. Die Soße wird noch mal erwärmt und die Barschfilets nochmals in der Pfanne erhitzt. Fertig ist wieder einmal ein leckeres Mittagessen.