Camping-Küche Rezepte
Bevor man sich Gedanken über Rezepte für die Campingküche macht, muss man erst klären welche Möglichkeiten man hat. Einschränkungen kommen in erster Linie durch die Anzahl und die Leistung der Brennstelle(n). Bei unserer Backpacking-Tour hatten wir einen einflammigen Gas-Kartuschenkocher dabei. Um Gewicht zu sparen war die Kartusche auch noch sehr klein. Unter solchen Umständen ist an echtes Kochen nicht zu denken. Damals war die Verwendung von gefriergetrockneter Fertignahrung das einzig Richtige.
Hat man jedoch einen einflammigen Gaskocher mit ausreichender Gasmenge und Leistung, lassen sich damit schon sehr viele Gerichte frisch zubereiten. Jahrelang waren wir mit Auto und Zelt unterwegs und hatten einen einflammigen Gaskocher. Dazu das damals übliche Kochtopfset, bestehend aus drei ineinander geschobenen Alutöpfen, einem Wasserkessel und einem Deckel, der als Pfanne verwendet werden konnte. Mit dieser Minimalausrüstung sind uns bereits sehr leckere Gerichte gelungen. Ich erinnere mich an eine Faltbootfahrt auf dem Regen im Bayerischen Wald, bei der wir uns einen Pichelsteiner Eintopf gekocht haben.
Ein wichtiger Trick der Campingküche ist, den heißen Topf in Handtücher einzupacken. Hat man Beispielsweise Nudeln oder Reis gekocht, packt man den Topf in Handtücher ein, wenn der Reis oder die Nudeln zur Hälfte gar sind. Nun hat man die Brennstelle wieder frei und kann eine Soße dazu kochen. Damals am Regen gab es Reis mit Soße und in der Pfanne gebratene Regenbogenforellen die wir vorher geangelt hatten. Alle Rezepte für Nudeln mit Soße sind besonders geeignet für die einfache Campingküche. Eine große Auswahl solch einfacher Rezepte finden Sie -hier klicken-. Auch Pfannengerichte mit Ei gehen schnell und einfach und lassen sich mit einer Brennstelle machen.
Ein Manko der Campingküche war früher die fehlende Kühlmöglichkeit. Auch als dann die Kühltaschen aufkamen war es nicht immer einfach, genügend Eis für die Kühltasche aufzutreiben. Heute gibt es Kühltaschen mit Elektroanschluss. Auch auf den Campingplätzen wird meist an allen Plätzen ein Elektroanschluss angeboten. Damit gehören lauwarme Getränke und flüssige Frühstücksbutter der Vergangenheit an. Wenn man schon einen Elektroanschluss bezahlt – warum nicht auch elektrisch kochen? Herkömmliche Elektroplatten sind für das Camping nicht so geeignet. Aber die neuen Induktionsplatten sind „Spitze“! Das Gargut ist schnell erhitzt und die Induktionsplatte wird nicht so heiß wie eine Elektroplatte.
Als stolzer Besitzer eines Wohnwagens oder eines Wohnmobils hat man meist drei Brennstellen. Wobei man ehrlicherweise sagen muss, dass diese so eng zusammen liegen, dass man meist nur zwei davon nutzen kann. Nun ist die Auswahl der Rezepte, die sich für die Campingküche eignen, bereits riesig.
Einschränkungen ergeben sich nur noch durch den (meist) fehlenden Backofen. Zunächst jedoch noch etwas zum Thema Schneidbretter und Messer. Zur Vorbereitung der Gerichte sind natürlich große Schneidbretter und große Messer ideal. Leider setzen die Platzverhältnisse im Wohnwagen oder im Wohnmobil hier Grenzen. Wer zu Hause mit einem guten scharfen Messer arbeitet, möchte das beim Camping nicht missen. Wichtig ist, das gute Messer sicher aufzubewahren und es nicht in den Schubladen herum kullern zu lassen. Hier ist Improvisationsgeist gefragt. Wir haben uns vor Jahren einen „Mini-Messerblock“ aus Holz für 2 Messer gebastelt.
Wie kompensiert man nun den fehlenden Backofen?
Wer kampiert, der grillt auch. So könnte man zumindest meinen, wenn man Abends über den Campingplatz schaut. Da Holzkohle befeuerte Grille nicht auf allen Campingplätzen erwünscht sind, haben wir uns einen Lavastein-Gasgrill zugelegt. Zugegeben, anfangs waren wir nicht sehr begeistert über die Ergebnisse, die sich mit diesem Grill erzielen ließen. Durch unsere Bekanntschaft mit einem U.S. Amerikaner und echten BBQ Fan haben wir inzwischen jedoch gelernt, wie man einen Grill richtig nutzt. Den Deckel, den unser Grill hat, hatten wir nur beim Transport geschlossen. Inzwischen wissen wir den Deckel richtig zu nutzen und haben schon etliche ganz tolle BBQ Rezepte unseres Freundes ausprobiert.
Um unser Camping-Glück vollständig zu machen, hat vor kurzem ein Discounter einen Mini-Backofen angeboten. Er bringt 250°C und wir können endlich auch unsere heiß geliebte Pizza selbst damit machen. Selbstverständlich werden Boden (Teig) und Belag selbst gemacht. An einem lauen Sommerabend geht ja der Hefeteig besonders gut! Ein Handrührgerät nimmt ja nicht all zuviel Platz ein. Zum Ausrollen braucht man halt noch ein kleines Nudelholz. Alles kein Problem – und was das Beste daran ist, den Belag kann man nach seinen Wünschen und Gelüsten selbst variieren.
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