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Campingurlaub an der Ostsee östlich von Rostock bis hinauf ins Fischland und Zingst.
Leider haben wir erst 2006 die östliche Ostsee als Urlaubsziel für unsere Camping Urlaube entdeckt. War das eine Überraschung als wir durch den Übergang durch die Düne zum ersten Mal den Strand erblickten. Als Vergleich fiel uns nur der Strand von Fuerteventura ein! Aber was für ein Unterschied zu den proppevollen Stränden der Kanarischen Inseln! Dort ein "Massenauftrieb" wie am Samstag auf der Königsstrasse in Stuttgart - und hier fast menschenleere Strände! Gut - es war September, die Ostsee nicht mehr in "Badewannentemperatur". Aber das kristallklare Wasser hat uns doch zum Baden animiert. Was wir besonders lieben und uns Erholung bringt, sind lange Wanderungen am Strand entlang. Keine Zäune, Mauern oder "Privat"-Schilder behindern den Strandwanderer. (Man denke nur an Italien, wo jeder Campingplatz "seinen" Strand einzäunt!) Theoretisch könnte man von Warnemünde Richtung Osten bis nach Polen laufen. Aber uns reichen 20 km allemal.
Überrascht waren wir auch, dass es an der Ostsee Buchenwälder gibt. Küstenschutzwälder die unter Naturschutz stehen. Was für den Campingplatz Ostseecamp Rostocker Heide nicht gerade ein Vorteil ist. Zwar bietet der Buchenwald im Sommer angenehmen Schatten. Im September wünscht man sich jedoch einen sonnigen Standplatz. Die wenigen Standplätze in der Sonne waren belegt und wir haben 2006 unseren Wohnwagen zwischen die Bäume gestellt. Da gab es dann aber noch eine unangenehme Überraschung! Im Herbst werden die Bucheckern reif und fallen herunter. Die alten Buchen sind so 25 bis 30 Meter hoch! Wenn man so eine kleine Buchecker in die Hand nimmt, kann man nicht glauben welchen Knall das gibt, wenn so eine Buchecker auf das Dach des Wohnwagens fällt.
Für den Fischliebhaber ist die Ostseeküste dort ein Schlaraffenland. Wo bei uns im Süden eine Würstchenbude steht, findet man dort einen Stand mit Räucherfisch. Der wird an Ort und Stelle jeweils frisch geräuchert. Geräuchert werden Stücke vom Rotbarsch, Makrelen, Heilbutt, Butterfisch, Ostsee-Lachs und manchmal auch Flundern. Wenn man Glück hat bekommt man in Dorfgasthäusern selbst eingelegte Bratheringe. In Restaurants werden Schollen, Flundern, Zander und Ostseelachs frisch vom Kutter zubereitet.
Als Camper hat man noch bessere Chancen. Wer - so wie wir - gerne kocht kann sich mit seiner Campingküche die leckeren Fischgerichte selbst zubereiten. In Warnemünde, am alten Strom verkauft der "Düvel" seinen Fang frisch vom Kutter. Aber nicht nur er, sondern noch einige andere Fischer sind hier anzutreffen. Angeboten wird, was die Jahreszeit her gibt. Da wir seit 2006 regelmäßig im September dort Urlaub machen, können wir nur berichten, was es im September gibt. Scholle, Flunder und Dorsch gibt es immer. Auch der Ostsee-Lachs wird immer angeboten, da er gezüchtet wird. Ist das Wasser noch warm, hat man die Chance Hornhecht zu bekommen. Ist das Wasser schon kälter, kommt der Hering.
Möchte man Hecht, Zander oder Barsch kaufen, fährt man am Besten an einen Hafen, der an einem Bodden liegt. Von Graal-Müritz aus am Besten nach Ribnitz-Damgarten. Das kann man auch gleich mit einem Besuch im Bernsteinmuseum verbinden.
An schönen, wolkenlosen Abenden bietet die Ostsee herrliche Sonnenuntergänge. Von den "Profis" haben wir abgeschaut, dass man diese Sonnenuntergänge mit Chips und einem Fläschchen Rotkäppchen Sekt genießt.
Was kann man ausser Strandwanderungen noch machen? Diesem Thema wird eine neue Seite gewidmet.
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