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Vorwort
Erklärt, warum Camping für mich die schönste Art
Urlaub zu machen ist und warum Campingküche für mich keine
Horrorvorstellung ist.
Die Geschichte von den Dosenravioli
Warum ich beinahe einen Horror vor der Campingküche bekommen hätte.
Der Wunschtraum eines 14 j ährigen
Ein Buch hat mein Freizeitleben gründlich beeinflusst.
Die Schlauchbootfahrt auf der Donau
Camping auf niedrigstem Niveau.
Im offenen Faltboot die Donau hinunter
Da hatten selbst die Angler Mitleid mit uns "armen Buben".
Mit dem Faltboot nach Wien
Die erste Faltbootfahrt ohne größere Pannen.
Die Rhonefahrt
Ein Traum geht in Erfüllung - und wie ich
zum Kochen kam.
- Letscho oder Ratatouille ?
Mächtig viel Erbsensuppe - der EPA Irrtum
Die "Einmannpackung" hat die Freunde in die Irre geführt.
Eine abenteuerliche Hochzeitsreise
Kaum in der Ardèche-Schlucht angekommen geht das Gas aus.
Die Kräuterbutter
Beim Camping erlebt man so manches.
Steinpilze in Österreich und finnische Pfifferlinge
Warum ich die Campingküche unter anderem dem Hotel oder der Pension vorziehe.
Flucht vom Hotel ins Zelt
Als Wildwasserfahrer ist man im Zelt besser aufgehoben.
Unser erster Wohnwagen
... hatte eine Heizung! Da macht Wildwasserfahren im Herbst mehr Spass!
Nach Korsika - aber mit Zelt
Wir trauten uns auf die schmalen Strassen Korsikas nicht mit dem Wohnwagen.
Backpacking - Teil 1 : Nepal
Backpacking in den Bergen Nepals - eine extreme Form des Campings.
Backpacking - Teil 2 : Oregon
Hinauf in die Berge Oregons zu den Marple Mountains.
Die Kinderstube des Catus Wren
Mit dem Wohnmobil am "Busen" der Natur
Pilze satt
Camping Glück: Sonnenuntergang am See und Pilze soviel wir essen können!
Camping-Haushalt - der zweite Haushalt
Des Campers "doppelte Haushaltsführung"
Hygiene - Camping kontra Hotel
Schimmlige Matratzen in der Ferienwohnung, Präservative im
Hotelbett, Hundehaare und sonstige Gründe, warum ich lieber
auf meiner Luftmatratze schlafe.
Bilder von unseren Camping-Urlauben
Bildergalerie Bretagne (1) Golf von Morbihan
Bilder von unserem Urlaub 2009 in der Bretagne
Bildergalerie Bretagne (2) Wilde Küste bei Quimper
Campingurlaub 2010 im Périgord nahe Sarlat la Caneda an der Dordogne
Campingplatz „Camping les Terrasses du Périgord“
Pech d'orance, 24200 Sarlat-la-Canéda
Wie der Name schon vermuten lässt, liegt der Campingplatz auf eine Terrasse über dem Périgord. Wir haben den Campingplatz Anfang Mai 2010 zum ersten Mal besucht. Bei der Anfahrt wurde uns schnell klar – von hier sind für uns keine Radausflüge möglich! Solche Steigungen „packe“ ich mit meinen 63 Jahren einfach nicht mehr. Die Lage ist allerdings traumhaft – von den vorderen Plätzen hat man freien Blick über die Hügel des Périgord. Die Stellplätze sind mit dichten Gras bewachsen, für Zelt-Camper also ideal und meist sehr gut „im Wasser“ so dass man als Wohnwagen- oder Wohnmobil-Besitzer keine Unterlegkeile benötigt. Alle Plätze haben Stromanschluss und eine Wasserversorgung ist nie weit weg. Die Plätze sind groß (manche 85 meist 130 Quadratmeter), durch Hecken und Bäume und durch Abstufung abgeteilt.
In der Vorsaison sind Einkaufsladen und Restaurant nicht geöffnet. Ob das Schwimmbad geöffnet hatte, haben wir nicht getestet – dazu war es uns im Mai zu kalt. Dafür gilt in der Vorsaison die ADAC Camp-Card für 15,- EURO. Internetzugang gibt es nicht.
Wir wurden vom Chef sehr freundlich empfangen, er spricht französisch und englisch. Die Sanitäranlagen sind sehr gepflegt und sauber – und nach Männlein und Weiblein getrennt. In der Vorsaison ist allerdings der Männlein-Trakt geschlossen!
Wir haben uns verleiten lassen, zu Fuß nach Sarlat-la-Canéda zu gehen, was allerdings nicht unbedingt empfehlenswert ist. Es ist ein steiler, weiter Weg (5 km) und in Sarlat gibt es so viel zu sehen, dass man seine Kondition lieber dafür aufheben sollte.
Bildergalerie Périgord (Sarlat und Gabares)
Bildergalerie Périgord (Castelnaud und Walnussmuseum)
Bilder von französischen Schlossgärten
2010 haben wir im Périgord nahe Sarlat la Caneda an kurz aufeinanderfolgenden Tagen drei Schlossgärten besucht wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Zuerst die in sanften Rundungen geschnittenen Buchsbäume der Schlossgärten von Marqueyssac, dann der liebliche - fast "wilde" Garten von Cadiot und dann der in strengen, kantigen Formen gehaltene Garten von Eyrignac.
Bildergalerie Schlossgarten Marqueyssac
Bildergalerie Garten von Cadiot
Bildergalerie Schlossgarten Eyrignac
Den Schlossgarten von Villandry hatten wir 2009 auf der Rückfahrt von der Bretagne besucht.
Bildergalerie Schlossgarten Villandry
Campingurlaub an der Mecklenburgischen Ostsee
Leider haben wir die Schönheit der Ostsee östlich von Rostock erst 2006 entdeckt. Aber seither verbringen wir jedes Jahr im September unseren Urlaub an der Ostseeküste zwischen Rostock und Zingst. Unser Erstes Ziel war 2006 der Campingplatz Ferienpark "Rostocker Heide". Vom Ostseeheilbad Graal-Müritz aus kann man am Strand entlang theoretisch (wenn die Kondition reicht) bis nach Warnemünde laufen. Auch in der anderen Richtung stellen sich dem Strandwanderer keine Zäune in den Weg, so dass man frei über das Fischland-Darß-Zingst bis nach Zingst laufen könnte. Wer gerne am Strand wandert und die "beschränkten" Verhältnisse in Italien kennt, wird sich hier wie auf einem anderen Planeten fühlen! Auch auf der Halbinsel Loissin waren wir schon. Um auch andere auf den "Geschmack" zu bringen haben wir ein paar Bilder zusammen gestellt.
Bildergalerie Ostsee 1 ... der erste Eindruck
Bildergalerie Ostsee 2 ... Aktivitäten
weitere Bilder sind in Vorbereitung
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Vorwort
Erklärt, warum ich hier für den Camping-Urlaub "eine
Lanze brechen" möchte.
"Was ! Du macht Camping- Urlaub!?" Mitleid
und Entsetzen schlugen mir entgegen, wenn ich meinen Arbeitskollegen
erzählte, das ich Camping- Urlaub mache. Mitleid - der kann
sich wohl keinen richtigen Urlaub leisten? Entsetzen : "Camping,
das könnte ich meiner Frau nicht antun, die braucht morgens
immer eine warme Dusche - und außerdem hat sie Angst vor Krabbeltieren."
"Camping- Urlaub? Ich mute doch meiner Frau nicht zu, dass
sie im Urlaub kocht!" "Auf der Camping- Küche kann
man doch nur Dosen aufwärmen!" Lauter Vorurteile, die
man in drei Sätzen nicht ausräumen kann. Lesen Sie das
Folgende, vielleicht kann ich einige dieser Vorurteile ausräumen.
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Die Geschichte von den Dosenravioli.
Den ersten - allerdings negativen - Eindruck der
Camping- Küche hatte ich im Alter von 14 Jahren. Eines Tages
sagte mein Vater zu mir : "Am Sonntag kannst du bei einer Schlauchbootfahrt
auf der Donau mitmachen." Zwei seiner Arbeitskollegen planten
eine Schlauchbootfahrt die Donau hinunter. Am Sonntag war "Probefahrt"
und ich sollte für den Gewichtstest als "Gepäck"
mitfahren.
Für mich war die Fahrt sehr schön, es
war ein herrlicher sonniger Tag und ich konnte im Trockenen auf
dem Brett sitzen, das die beiden Kinderpaddelboote miteinander verband.
Die beiden Männer hatten es nicht so gut. Die Kinderpaddelboote
wurden unter Wasser gedrückt und sie saßen den ganzen
Tag im Wasser. Sie haben dann größere Paddelboote genommen.
Etwa zwei Wochen später holte sie mein Vater in Deggendorf
ab und ich durfte mit.
Auf der Rückfahrt breitete sich im Auto ein
penetranter Geruch aus. Natürlich, werden sie sagen, zwei verschwitzte
Männer, die sich eine Woche nicht gewaschen haben! Glatt daneben
geraten! Es war der typische Geruch von Dosenravioli, den ich mein
ganzes Leben nicht mehr vergessen werde. Den Geruch von Weißblech
in Kombination mit Tomatenmus und komischer Fleischfüllung
habe ich heute noch in der Nase, während ich diese Zeilen schreibe.
Die Camping- Küche der damaligen Zeit bestand aus einem Benzin-
Kocher u nd ein paar Alu- Töpfen. Aber daran lag es nicht!
Die Männer hatten einfach keine Fantasie - und hatten sich
2 Wochen nur von Dosenravioli ernährt.
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Der Wunschtraum eines 14 Jährigen
Mit 14 habe ich ein Buch gelesen, das mein ganzes
Freizeitleben beeinflusst hat. Meine Vorliebe für Camping-
Urlaub und als Folge davon der Hang zur Camping- Küche sind
durch dieses Buch entstanden. Titel und Autor dieses Buches habe
ich vergessen. Das Buch erzählte die Geschichte von einem Vater,
der mit seinem Sohn im Faltboot die Rhone hinunter fährt. Ich hatte gerade
als Lehrling angefangen und sparte von da ab jeden Pfennig auf ein
Faltboot.
Ich durfte pro Monat 5,- DM als Taschengeld behalten.
Das Faltboot (es musste ein Klepper Aerius sein) kostete damals
800,-DM. Jeder andere hätte das als Aussichtslos angesehen,
zumal es damals nicht üblich war, dass die Oma ständig
als "Sponsor" auftrat. Werbeprospekte verteilen, Einkaufen
gehen für die Mutter (ich durfte als Lohn die Rabattmarken
behalten) und sonstige "Dienstleistungen" brachten noch
den einen oder anderen Pfennig dazu. Während andere jeden Tag
ihr Cola kauften, begnügte ich mich mit dem kostenlosen Tee,
von dem sich jeder Lehrling nehmen konnte. Im zweiten Lehrjahr verbesserte
sich meine Finanzlage erheblich. Ich durfte pro Monat 25,- DM Taschengeld
behalten. Neue Einnamequellen kamen hinzu. Für jede "Eins"
im Zeugnis gab es von meinem Vater 20,- DM. Als ich endlich 400,-
DM zusammengespart hatte, hat sich mein Vater erbarmt und die andere
Hälfte dazu gezahlt.
Die Erfüllung des Traumes rückte näher,
aber bis zur Rhonefahrt dauerte es noch einige Jahre. In der Zwischenzeit
war mein Vater zum Camping- Urlaub bekehrt und meine Mutter kam
mit der Camping- Küche bestens zu Recht.
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Die Schlauchbootfahrt auf der Donau
Bevor ich das Geld für das Faltboot zusammengespart
hatte, unternahm ich mit einem Freund meine erste Bootsfahrt mit
dem Schlauchboot die Donau hinunter. Die Campingküche bestand
aus einem Benzinkocher mit einem Topf und einer Pfanne. Die Campingausrüstung
hauptsächlich aus einem amerikanischen "Zweimann - Zelt".
Das waren zwei Baumwollplanen, die in der Mitte zusammengeknöpft
wurden. Für die Zeltstangen musste man sich jeweils im Wald
5 Stöcke abschneiden. Das Zelt hatte keinen Boden. Die Luftmatratzen
lagen auf dem blanken Boden. Die Schlafsäcke waren alles andere
als Kälte-Isolierend. Abends konnten wir die Schnaken nicht
aus dem Zelt fernhalten, morgens krochen überall Schnecken
herum.
Dosenravioli mussten wir nicht essen, meine Mutter
hatte uns Rindsrouladen und Gulasch in Einmachgläsern mitgegeben.
Die Nudeln dazu konnte ich schon damals kochen. Nach einem Start
bei herrlichem Sonnenschein fing es am zweiten Tag zu regnen an.
Am vierten Tag haben wir dann aufgegeben.
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Im offenen Faltboot die Donau hinunter
Endlich war es so weit, das ersehnte Faltboot war
"mein". Sofort wurde eine weitere Donaufahrt geplant.
Diesmal sollte es von Dillingen nach Deggendorf gehen. Eine Fahrt,
die in einer Woche gut zu bewältigen wäre. Wegen knapper
Kasse hatte es nicht mehr zu einer Spritzdecke gereicht, aber wir
wollten ja kein Wildwasser fahren und für ein paar Regentropfen
hatten wir Regenschirme dabei. Ein "richtiges" Zelt hatte
ich auch - mit Boden - 10 cm seitlich hochgezogen. Sogar ein Mückenschutz
war am Eingang. Die Campingküche bestand immer noch aus dem
Benzinkocher, zwei Töpfen und einer Pfanne. Mutter hatte wieder
vorgekocht. Es konnte losgehen.
Leider war uns auch diesmal der "Wettergott"
nicht hold. Wieder starteten wir bei Sonnenschein - und hatten ab
dem zweiten Tag nur Regen. Da saßen wir im offenen Faltboot
und konnten die Regenschirme nicht aufspannen, da wir ja paddeln
mussten.
Angler sind ja die "natürlichen Feinde"
aller Bootfahrer. Aber ich höre noch heute den mitleidigen
Ausruf eines Anglers : "Schaug de oarma Buam" - Was soviel
heißt wie : "Schau dir die armen Buben an". Wir
müssen schon ein Bild des Jammers gewesen sein, wenn sogar
ein Angler mit uns Mitleid hatte. Da wir unsere Schlafsäcke
nicht wasserdicht verpackt hatten, sind auch diese feucht geworden.
Nachts haben wir unsere Jeans zwischen Schlafsack und Luftmatratze
gelegt, damit sie am anderen Tag (fast) trocken war. Letztendlich
hatten wir "keinen trockenen Faden" mehr am Leib. Kurz
nach Regensburg mussten wir wieder aufgeben.
Regensburg habe ich als die Bootsfahrer - unfreundlichste
Stadt in Erinnerung. Eigentlich waren wir schon fix und fertig und
wollten raus aus Fluss und Boot. Doch von beiden Campingplätzen,
die jeweils einem Ruderclub gehörten, wurden wir regelrecht
verjagt. Gleich nach Regensburg haben wir dann im Dunkeln am Dorfrand
unser Zelt in einer Gänsewiese aufgestellt. Es hat immer noch
geschüttet wie aus Kübeln. Als ich mich nachts umdrehte,
fiel mein Arm von der Luftmatratze und es machte "Platsch".
Wir hatten auch noch eine Kuhle erwischt. Auf dieser Fahrt habe
ich einen Freund verloren. Er hatte genug von Camping und Campingküche.
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Mit dem Faltboot nach Wien.
Aus Fehlern kann man bekanntlich lernen. So habe
ich meine Camping Ausrüstung vor allem um wasserdichte Säcke
für Schlafsäcke und Kleidung ergänzt, eine Spritzdecke
für das Boot gekauft und mir einen "wetterfesten"
Freund gesucht. Für die Campingküche kam ein Gaskocher
und ein Satz Töpfe dazu. Da Mutter nicht für die ganzen
zwei Wochen vorkochen konnte, war "Essen gehen" eingeplant.
Die Camping - Kocherei beschränkte sich auf den Kaffee zum
Frühstück und den Tee abends zum (kalten) Vesper. Meist
sind wir jedoch mittags durchgefahren und sind dann abends zum Essen
gegangen. - weiterlesen hier klicken -
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Die Rhônefahrt - ein Traum geht in Erfüllung
Ich hatte den Wehrdienst gerade abgeleistet, mich
an der Ingenieurschule eingeschrieben, das erste Semester hinter
mir - jetzt sollte mein Traum in Erfüllung gehen - die Rhônefahrt.
Mit meinem "wetterfesten" Freund und einem anderen, der
französisch konnte, sollte es los gehen. Meine Mutter machte
sich Sorgen :"Was wollt ihr den essen?" "Wer soll
für euch kochen?"
Ich hatte die EPA's gesammelt, die Samstags beim
"Bund" immer ausgegeben wurden und erklärte meiner
Mutter - das wollten wir essen. Und kochen würde natürlich
ich. "Dann" sagte sie "musst du kochen lernen".
Sie taxierte die Möglichkeiten, die sich aus den EPA's ergaben,
und brachte mir als Erstes bei, wie man eine dunkle Einbrenne für
eine Soße macht. So wurden aus dem Dosenfleisch leckere Gerichte,
ergänzt durch Gemüse, das wir in Frankreich kauften. Auch
andere Gerichte brachte sie mir bei, zum Beispiel ein echtes ungarisches
Letscho. Als ich in Avignon das Gemüse für das Letscho
schnibbelte, meinten unsere französischen Nachbarn, da würden
ja noch Auberginen und Zucchini fehlen. Also haben wir am nächsten
Tag das erforderliche Gemüse für dieses "französische
Letscho" gekauft und ich habe mein erstes Ratatoille gekocht.
Der "Grundstein meiner Kochkünste" war also gelegt.
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Mächtig viel Erbsensuppe - der EPA Irrtum
Falls Sie nicht wissen, was EPA bedeutet - Das
gibt es bei der Bundeswehr, heißt "Einmannpackung"
und das ist eine sehr irreführende Bezeichnung. Jeder Soldat
hatte ja nur eine Zeltplane für ein halbes Zelt, er musste
sich mit einem Kameraden zusammentun. Die Hauptgerichte waren dementsprechend
für 2 Personen ausgelegt - was zu einer (nur für mich)
lustigen Episode führte. (Mein Wehrdienst war von 1967 bis 1969). Heute haben die Soldaten eine "modernere" Verpflegung!
Mit dem Faltboot in Lyon angekommen, musste ich
mit dem Zug zurückfahren, um das Auto zu holen. Da die Zugverbindung
nach Seyssell - unserem Einsatzort - nicht so gut war, würde
ich erst am nächsten Tag zurück kommen. "Was sollen wir
heute Abend essen?" Haben mich meine zwei Freunde gefragt. Nehmt
diese Packung Erbseneintopf und kocht sie in zwei Liter Wasser auf,
dann habt ihr einen Erbseneintopf.
Dummerweise haben sie den Packungsaufdruck gelesen
- Einmannpackung. Das reicht ja nur für einen! Der will uns
wohl verhungern lassen? Also haben sie flugs noch eine zweite Packung
Erbseneintopf in die zwei Liter Wasser geschüttet. Das Zeug
quoll und quoll - ein zweiter Topf musste her, die Pampe wurde zu
dick und brannte an! Schuld war natürlich ich! "Du hättest
uns das mit der Einmannpackung erklären müssen!"
Campingküche kann manchmal auch schwierig sein!
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Eine abenteuerliche Hochzeitsreise
Das Faltboot, ein kleines Steiwandzelt, Luftmatratzen,
Schlafsäcke, einen einflammigen Gaskocher, Töpfe Pfannen
- der arme R6 war "randvoll" als wir mit ihm zu unserer
Hochzeitsreise aufbrachen. Wir fuhren nach Frankreich - zur Ardèche-Schlucht,
in der wir eine Woche bleiben wollten.
Oberhalb der Schlucht packten wir alles Erforderliche
in das Faltboot - und das Abenteuer konnte beginnen. Wir fanden
in der Schlucht am Flussufer eine ebene, erhöhte Terrasse -
ein idealer Zeltplatz. Am nächsten Morgen, das Kaffeewasser
war noch nicht mal lauwarm, erlosch das Zischen des Gaskochers.
Die Gasflasche war leer! Was tun? Zusammenpacken und die Schlucht
verlassen?
Wir beschlossen ein Feuer zu machen, darauf den
Kaffee zu kochen und die Spiegeleier zu braten. Kaffeekessel und
Pfanne waren verrußt, das war jetzt schon egal. So haben wir
eine Woche lang auf offenem Feuer gekocht und ungestört die
Tage in dieser idyllischen Schlucht verbracht. Wer heute an die
Ardèche-Schlucht kommt kann sich sicher nicht vorstellen,
dass im September 1972 das Wasser der Ardèche kristallklar
war und wir eine Woche lang alleine auf einer Terrasse in einer
Bucht dieser Schlucht campieren konnten. Heute ist diese idyllische
Schlucht das Eldorado der Mietboote, total überlaufen, das
Flusswasser eine stinkende Brühe - nicht mehr empfehlenswert!

Bild oben: Oben brutzelt der Steckerlfisch, im Topf kocht ein Eintopf - abenteuerliche Campingküche.
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Die Kräuterbutter
Auch das gehört zum Camping- Urlaub : Wir
waren eine große Gruppe und zum Wildwasserfahren in Österreich
auf einem Campingplatz. Es war eine wunderschöne Wiese. Neben
an war das sogenannte "Junggesellen- Zelt". Sie hatten
das Kochen und Abwaschen untereinander aufgeteilt. Heute war der
Siggi mit dem Frühstück machen dran.
Die anderen saßen schon bequem am großen
Camping- Tisch. Siggi war noch am rennen. "Siggi - wo bleibt
die Butter!" "Kommt gleich" rief Siggi und balancierte
die Butter auf einem Unterteller. Da passierte es! Siggi stolpert,
die Butter rutscht vom Teller - und - fällt dem Siggi so vor
den Fuß, dass er nicht mehr ausweichen kann. Er tritt voll
hinein und fällt auf den Hintern.
Da lag sie nun - die gute Frühstücksbutter
- zerquetscht und reichlich mit Gras vermischt. Das Gelächter
verstummte, wir warteten auf ein Donnerwetter der Kameraden. Dann
sagte einer : "Jetzt weiß ich endlich wie man Kräuterbutter
macht": Das Gelächter war riesig, natürlich wurde
Siggi noch oft mit dieser Episode "aufgezogen". Das sind
halt die Tücken der Camping- Küche.
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Steinpilze in Österreich und finnische Pfifferlinge
Zu Beginn unseres gemeinsamen Lebens haben meine
Frau und ich Urlaub in einer Pension in Österreich gemacht.
Jeden Tag eine Wanderung vom Tal hinauf auf die Almen und zur nächsten
Alm und wieder hinunter. Bei so einem Abstieg kam die große
Überraschung.
Es war in einem Hohlweg, der Boden des angrenzenden
Fichtenwaldes war in Augenhöhe. Plötzlich hatte ich einen
unverwechselbaren Geruch in der Nase - Pilze ! Genauer gesagt -
Steinpilze. Wunderschöne Exemplare, gesund und wie aus dem
(Pilz) Bilderbuch. Wir konnten es gar nicht glauben - direkt am
Wegesrand. Ich habe mein Hemd ausgezogen, darin transportierten
wir etwa ein Kilo der schönsten Steinpilze zu unserer Pension
- voller Vorfreude auf die leckere Pilzmalzeit. Die Hauswirtin hat
die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen : "Pilze
! So etwas essen wir nicht !" Unsere Enttäuschung war
riesengroß. Allerdings war das auch die Erklärung für
unsere reiche Pilzernte. Die Pilze konnten in dieser Gegend ungestört
wachsen. Ach hätten wir doch damals unsere Camping- Küche
dabei gehabt.
Anders erging es uns bei unserem Camping- Urlaub
in Finnland. Wir hatten gerade unser Zelt in einem Campingplatz
am See aufgestellt und wollten noch einen kleinen Abendspaziergang
machen. Am anderen Seeufer, etwa 500 m vom Campingplatz entfernt
fanden wir im Gras vor einigen Birken und Föhren eine gelbe
Fläche, etwa 3 Meter lang und 1 Meter breit. Gelbe Pilze -
sahen auf den ersten Blick wie Pfifferlinge aus. Ich habe zu meiner
Frau gesagt : " Die sehen aus wie Pfifferlinge, die riechen
wie Pfifferlinge, aber das kann nicht sein, so nahe am Campingplatz!"
Also sind wir zurück zu unserem Auto und haben unser Pilzbuch
noch einmal konsultiert.
Es waren ganz ohne Zweifel Pfifferlinge. Also haben
wir unseren größten Einkaufskorb mitgenommen und etwa
2 kg Pfifferlinge geerntet. Danach war noch genug für andere
da. Am nächsten Tag haben wir uns auf unserer Camping- Küche
eine leckere Pilzmalzeit - Pfifferlinge pur - zubereitet (natürlich
mit Zwiebelchen und Speckwürfelchen). Da noch genug Pilze da
waren haben wir auch die nächsten Tage Pfifferlinge als Beilage
gehabt. Dank Camping- Küche
 
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Flucht vom Hotel ins Zelt
Natürlich kommen auch einem "eingefleischten
Camper" mal Zweifel, ob denn ein Hotelurlaub nicht bequemer
wäre. Wir fuhren zum Kajakfahren ins Tessin und fanden am Lago
Maggiore bei Gambarogno ein kleines aber feines Hotel. Es war sauber,
gemütlich und jeden Morgen gab es ein reichliches Frühstück.
Leider konnte ich damals Morgens nicht viel essen, bin ein "Morgenmuffel"
und kann Morgens nicht schon 20 gut aufgelegte Leute um mich herum
brauchen.
Haben Sie schon mal gesehen wie ein Kajakfahrer
nach erfolgreicher Fahrt auf dem Wildwasser ausschaut? Nass, verdreckt,
verschwitzt. Umkleidekabinen am Wildwasser gibt es keine. Man zieht
den dreckigen nassen Neoporenanzug aus und dann? Die saubere Kleidung
darüber? Dann ist der Dreck innen und man sieht auch nicht
besser aus. So läuft man dann durch die Hotelhalle - bestaunt
und beäugt von Gästen und Personal. (Surfer gab es damals
zum Vergleich noch nicht.)
Wir hatten vorsichtshalber das Zelt mitgenommen
und zogen nach einer Woche Hotelaufenthalt auf den Campingplatz
um. Näher am Wildwasser, zurück zu Camping und Campingküche.
Nach der Wildwasserfahrt geht man im Neopren zur Dusche, zieht den
Neopren unter der Dusche aus, spült ihn gleich ab und schlüpft
frisch geduscht in saubere Kleidung, die dann auch sauber bleibt!
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Unser erster Wohnwagen
Die Wildwasser- Saison beginnt im März. Auch
im April und Mai kann es in Deutschland sehr kalt sein. Wir hatten
genug gefroren, so kauften wir uns einen Wohnwagen - einen "Eriba".
Natürlich noch ohne Nasszelle, aber mit einer leistungsfähigen
Heizung. War das ein Genuss! "Eingeweiht" haben wir ihn
an der Bregenzer Ache im Herbst.
Wir Männer befuhren ein sehr schwieriges Stück.
Meine Frau blieb im Wohnwagen, drehte die Heizung auf und kochte
Glühwein. Nass und durchgefroren "erstürmten"
wir 10 Wildwasserfahrer unseren Wohnwagen und schlürften Glühwein.
Der arme Wohnwagen wäre beinahe aus allen Nähten geplatzt,
aber die Kameraden waren dankbar, dass sie sich aufwärmen konnten,
bevor sie zurück in ihre kalten Zelte mussten. So nach und
nach wechselten auch andere Wildwasserkameraden vom Zelt zum Wohnwagen.
Die Campingküche erhielt neue Dimensionen, man hatte jetzt
drei Brennstellen zum Kochen.
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Nach Korsika - aber mit Zelt
So ganz hatte unser kleines blaues Zelt (das von der Donaufahrt) noch nicht
ausgedient. Wir planten einen Korsika - Urlaub. Wer Korsika kennt
oder sich schon mal über Korsika informiert hat, weiß,
dass die Westküste die schönste Küste dieser Insel
ist. Allerdings - damals - war die Westküste für Wohnwägen
völlig ungeeignet! Also beschlossen wir kurzerhand - wir gehen
mit dem Zelt.
Mitgenommen wird nur der einflammige Gaskocher,
Kaffeekessel und Kaffeegeschirr. Ansonsten gehen wir Essen oder
leben von Baguette. Die Entscheidung war völlig richtig, manche
Campingplätze lagen so "idyllisch", dass wir selbst
mit dem Auto bei der Anfahrt Probleme hatten.
Da wir nicht gekocht haben, lernten wir die korsische
Küche von vorne bis hinten kennen. Ich habe (fast) alles probiert.
Nur einmal - beim berühmten "1000-Augen-Käse"
habe ich "gekniffen". (2 Augen schauen den Käse an
und 998 Augen schauen aus dem Käse heraus). Ein Freund hatte
mir das Restaurant empfohlen - leider hatte ich nicht den Mut, diesen
Käse zu probieren - sehr zur Enttäuschung der Wirtin.
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Backpacking - die extremste Form des Camping Teil 1 Nepal:
Und "der beste Obstsalat der Welt".
Mit Backpacking meine ich jetzt nicht mit Rucksack
von Jugendherberge zu Jugendherberge, sondern eine Tour in die Wildnis,
mit dem "Nötigsten" im Gepäck. Dann ist Backpacking
wohl die extremste Form von Campingurlaub. Was "das Nötigste"
ist, bestimmen die Verhältnisse, die im Zielgebiet der Wanderung
anzutreffen sind.
Wir planten eine Trekking Tour in Nepal, in ein
Tal, das uns auf 4.000 Meter hinauf führte. Wir sind keine
Bergsteiger, wir wollten nur eine Wanderung machen. Beraten wurden
wir dabei von einem Freund, der zu dieser Zeit in Nepal lebte. Sein
Rat : "Ihr braucht keine speziellen Lebensmittel mitbringen,
man kann alles hier kaufen, auch unterwegs könnt ihr euch an
"Hotels" versorgen." Wir waren zu dritt und mieteten
noch zwei Träger. Die "großen Reiseveranstalter"
hatten damals etwa 12 Träger für 8 Touristen vorgesehen.
Unsere Träger sollten jeder 30 kg tragen, wir Männer muteten
uns 25 kg zu, meine Frau hatte 15 kg zu tragen. Die Träger
bekamen die Zelte und die Küche, wir die persönlichen
Klamotten und die Lebensmittel. weiterlesen - hier klicken -
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Backpacking - Teil 2 : Oregon
Orchideenwiesen und "Forelle satt".
Dass "Backpacking" kein Zuckerschlecken
ist, wussten wir schon von unserem Nepal-Abenteuer. Unsere amerikanischen
Freunde, die wir bei unserem Wohnmobilurlaub im Südwesten der
USA kennen gelernt hatten, schwärmten uns von einer Wanderung
in die Marble Mountains an der Grenze zwischen Oregon und Kalifornien
vor. Die Marble Mountains liegen im Klamath National Forest und
werden vom "Pacific Crest Trail" durchquert. Marble bedeutet
"Marmor", diese Berge bestehen also aus Marmor, allerdings
aus einer "minderwertigen" Sorte, so dass dieser Marmor
nicht kommerziell verwendet werden kann. Zum Glück - sonst
gäbe es diese Berge längst nicht mehr. Der hohe Kalkgehalt
hat den Effekt, dass es dort unzählige Blütenpflanzen
gibt. Auch dem Angler haben die Seen in diesem Gebiet einiges zu
bieten. Also gehörte zu unserer Grundausrüstung eine leichte
Angel - und vor allem eine gültige Angellizenz.
Anders als in Nepal waren diesmal im Zielgebiet
keine Verpflegungsmöglichkeiten oder Einkaufsmöglichkeiten
zu erwarten. Unsere amerikanischen Freunde hatten deshalb "Backpacking
Food" besorgt. Das ist gefriergetrocknete "Fertignahrung".
Jede Portion befindet sich in einem Alubeutel, den man oben öffnet,
eine Tasse heißes Wasser hineinkippt und dann verschließt.
Nach 10 Minuten hat man eine Mahlzeit. Das kann ein "Hauptgericht"
wie "Spaghetti mit Fleischsoße" oder "Reis
mit Hühnerfleisch" aber auch ein Frühstück wie
"Rühreier mit Speck" sein. Für die Verpflegung
tagsüber waren Nussmischungen mit Trockenfrüchten und
getrocknetes Fleisch vorgesehen. Die Portionen wurden eingeteilt
und in Plastikbeuteln verpackt. Dann kamen Zelt, Schlafsack, Kleidung,
Toilettenartikel usw. hinzu. Für die Wasserversorgung hatten
wir einen Wasserfilter dabei. Als wir die Rucksäcke auf die
Waage stellten, zeigte diese so etwa 28 kg an. Hinzu kam dann noch
die 2 Liter Wasserflasche für den Tagesbedarf und bei mir noch
eine Spiegelreflex-Kamera im Mittelformat mit Teleobjektiv. weiterlesen - hier klicken -
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Die Kinderstube des Caktus-Wren
Mit dem Wohnmobil am "Busen der Natur"
Als wir unseren USA Urlaub planten, war klar -
naturverbunden wie wir sind, war ein Wohnmobil die ideale Lösung.
Mit großen Städten hatten wir "nichts am Hut",
uns interessierten die Nationalparks. Wo sollte es hingehen? Auch
das war bald geplant. Eine große Karte der USA, Bücher
über die Nationalparks und ein paar bunte Stecknadeln halfen
uns dabei. Die Stecknadeln zeigten schnell die optimale Gegend -
der Südwesten der USA. Der am Besten geeignete Ausgangspunkt
: Phoenix Arizona.
Unsere Reiseroute führte uns zu den bekanntesten
Nationalparks und National-Monuments des amerikanischen Südwesten.
Gleich nachdem wir aus Phoenix heraus waren zog es uns zu den Groß-Kakteen
des Saguoaro-Nationalparks. Auf unserer weiteren Reise waren wir
immer wieder beeindruckt von den Farben der Natur im Südwesten.
Ich will hier weder die Nationalparks aufzählen, noch diese
im einzelnen beschreiben. Erzählen möchte ich von unseren
Begegnungen mit der Tierwelt dieser grandiosen Landschaft.
Wer hat sich nicht schon mal über ein zutrauliches
Eichhörnchen gefreut? So ging es uns auch bei unserer ersten
Begegnung mit einem Backenhörnchen. Es war eine unserer ersten
Tierbegegnungen in diesem Urlaub. Ein Gray Squirrel näherte
sich (wie ich dachte) ängstlich unserem Frühstückstisch
vor dem Wohnmobil. Vorsichtig griff ich zur Kamera ... meine Frau
zu einem Stück Brot. Obwohl der Planfilm für meine Mittelformat
Kamera kostbar war, verschoss ich einige Bilder, bis mir klar wurde,
dass das Stück Brot ein Angebot war, dass sich dieses Squirrel
nicht entgehen lassen wollte.
Bald merkten wir, dass die Tiere in den Nationalparks
an Menschen gewöhnt und sehr zutraulich sind. Auf dem Mesa-Verde
Campground sahen wir Deers, die den Campern aus der Hand fraßen.
Die Deers sind etwas größer als unsere einheimischen
Rehe. Am North-Rim Camp (Grand-Canyon Nordseite) schlich ein Bock
(Mule Deer buck) so dicht um unser Wohnmobil, dass ich einige "Nahaufnamen"
von diesem prächtigen Burschen machen konnte. An der Kante
der Schlucht turnten winzige Sqirrels (Chipmunk) über die Samenstände
von Gräsern. Auch eine Schar wilder Truthähne kreuzte
unseren Wanderweg. Auf dem Campingplatz am Bryce Canyon wurden wir
von einem Stellars Jay regelrecht "beschimpft". Wir haben
es ihm verziehen, denn mit seinem stahlblauen Gefieder und seinem
frechen Schopf ist er ein prächtiger Anblick.
- weiter
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Pilze satt
Unsere diesjährige Camping - Urlaubsreise
im Herbst geht nach Nord-Osten. Ziel ist die Ostsee bei Usedom.
Als Zwischenhalt ist ein Campingplatz am Stolpsee eingeplant.
Nördlich von Berlin wenden wir uns am Dreieck
Havelland kurz nach Osten Richtung Oranienburg bevor es wieder nördlich
auf der B96 Richtung Usedom geht. Nun kommt ein Stück Landstraße,
die durch eine Allee führt. Plötzlich stehen am Straßenrand
handgemalte Schilder! Pfifferlinge, Maronen und Steinpilze werden
alle paar Kilometer angeboten. Leider stehen die meisten Verkaufsstände
recht ungünstig, so dass man mit dem Wohnwagen nicht anhalten
kann. Dann - endlich ein Verkaufsstand mit ausreichend großem
Parkplatz. Es werden Pfifferlinge und Maronen angeboten. Außerdem
alle Arten von Sauergemüse. Wir nehmen Pfifferlinge und ein
Eimerchen Senfgurken mit.
Der Campingplatz liegt direkt am Seeufer und wir
bekommen ein schönes Plätzchen direkt mit Seeblick. Der
Wohnwagen ist schnell aufgestellt. Das Vorzelt stellen wir nicht
auf, da wir ja nur zwei oder drei Tage bleiben wollen.
Wir stellen Tisch und Stühle mit direktem
Seeblick auf. Zwei Schüsseln hingestellt, zwei Gläschen
Weißwein eingeschenkt und dann werden die Pfifferlinge geputzt.
Die Zwiebelchen sind fein geschnitten, der Speck fein gewürfelt.
Auch die Petersilie ist gehackt und eine Knoblauchzehe ist in feine
Scheiben geschnitten. Aber die Campingküche muss noch warten,
denn vor uns läuft das Naturschauspiel "Sonnenuntergang
am See" ab. Obwohl wir dieses Naturschauspiel schon oft gesehen
haben, fasziniert es uns immer wieder. Hauptdarsteller ist ja immer
die Sonne. Ihr Partner dagegen wechselt je nach Gegend. Den schönsten
Sonnenuntergang haben wir am Femundsee in Norwegen erlebt, dort
mussten wir allerdings bis Mitternacht warten, bis die Sonne kurz
im See versank. Heute dauert es nicht so lange bis die Sonne im
Stolpsee "versinkt". Dann wird endlich die Campingküche
"angeworfen".
Heute nutzen wir mal alle drei Brennstellen unseres
Gasherdes. In einem Topf schmoren die Pfifferlinge, die noch mit
Sahne verfeinert werden. Im zweiten Topf werden die Rindsrouladen
mit Rotweinsoße aufgewärmt, die wir für den ersten
Urlaubstag vorgekocht haben. Im dritten Topf kochen die Nudeln,
die es zu den Rindsrouladen gibt. Der Duft geschmorter Pfifferlinge
breitet sich im Wohnwagen aus, sicher weht er auch unseren Nachbarn
verführerisch um die Nase. Ein Gläschen Rotwein rundet
das Menü ab. Zum Dessert gibt es noch Käse mit Weißbrot.
Am zweiten Tag kaufen wir uns erst mal eine genaue
Rad- und Wanderkarte der Umgebung. Die Auswahl an Radwegen ist riesig,
wir beschließen nach Lychen zu fahren. Der gut ausgebaute
Radweg führt vorbei an Seen und durch weitläufige Kiefernwälder.
Es kommt wie es kommen muss - plötzlich erspähen wir etliche
Maronenpilze. Wo einer ist, muss auch noch ein zweiter sein! Schon
sind wir beim Pilze sammeln. Schon bald haben wir genügend
Maronen gefunden und setzen unsere Radtour fort. Lychen liegt an
sieben Seen, vom Ortsteil Hohen Lychen kann man einige dieser Seen
sehen. Wir finden ein Restaurant mit Terrasse am See und lassen
uns selbst eingelegte Heringe mit Bratkartoffeln schmecken. Für
den Rückweg nehmen wir einen anderen Radweg, der mehr für
Mountainbikes gedacht ist und Anfangs "sehr anspruchsvoll"
ist. Rechts und links locken Pilze mit ihrem Duft und rufen "such
mich". Wir wollen ja keinen Pilzhandel aufmachen und ignorieren
diese "Anmache". Wieder im Wohnwagen widmen wir uns einer
unserer Lieblingsbeschäftigungen, die da heißt: "Pilze
putzen". Nun haben wir wieder eine Ergänzung unseres Abendessens.
Wir werden die Maronen mit unserer Campingküche als "Funghi
trifolati" zubereiten. Das heißt, sie werden mit viel
Knoblauch in Olivenöl geschmort und zum Servieren mit viel
Blattpetersilie bestreut. - weiter
zu "Barsche satt" -
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Camping-Haushalt - der zweite Haushalt
1972 auf unserer Hochzeitsreise mit dem Zelt war die Campingausrüstung noch sehr bescheiden. Ein Zelt, zwei Luftmatratzen, zwei Schalfsäcke, ein Kochtopfset (Alu), ein Gaskocher, zwei Tassen, zwei Teller, ein Brotmesser und das übliche "Campingbesteck". Bereits in diesem Urlaub ging uns das Hocken auf dem Boden auf die Nerven und es kamen zwei Klapphocker (Rohrgestell mit Stoffband) und ein Klapptisch 40 x 60 cm hinzu. Luxus pur war eine Gasleuchte, die nicht nur Licht, sondern auch noch Wärme spendete.
Nachdem wir dann einen Wohnwagen gekauft hatten, wurde der Camping-Haushalt erheblich ausgebaut. Anfangs wurden im Wohnwagen noch die Schlafsäcke aus der Zelt-Ära verwendet. Inzwischen haben wir Spannbetttücher und Zudecken mit Überzug. Rotwein aus dem Pappbecher oder aus der Blechtasse schmeckt einfach nicht! Teller, Schüsseln und Tassen wurden angeschafft. Da wir damals jedes Wochenende mit dem Wohnwagen unterwegs waren (Wildwasserfahren) wurde uns die ständige Räumerei lästig. So entstand langsam aber sicher ein zweiter Haushalt. Ob Brotmesser, Korkenzieher, Gläser und sonstiges Geschirr - alles war doppelt vorhanden. Da wir gerne kochen wurden auch die Gewürze doppelt angeschafft. (Die Gewürze müssen über den Winter allerdings zurück und aufgebraucht werden. Auch die Sanitär - Artikel (Zahnbürste, Zahnpasta, Haarwaschmittel und Duschgel ? u.s.w.) sind doppelt vorhanden. Haushaltstücher, Alufolie, Frischhaltefolie, Schnur und Tesafilm, auch das hat man nun doppelt.
Wer gerne kocht braucht auch einen Messbecher, eine Küchenwaage, ordentliche Schneidbretter und nicht zuletzt gute Kochmesser. Gemüsehobel? Spargelschäler? Kann man doch alles gut brauchen!
Im Urlaub auf unsere selbst gemachte Pizza verzichten? Inzwischen haben wir einen kleinen, mobilen Backofen (Sonderangebot 25,- Euro) der bei der Pizza ein erstaunlich gutes Backergebnis erzielt.
Da man ja immer Stromanschluss braucht (Ohne Kühlschrank geht es nicht), kamen wir dann auf die Idee, mit Strom auch zu kochen. Der erste Versuch mit einer Elektroplatte hat aber gezeigt, dass das beim Camping zu gefährlich ist. Die lange Nachhitze der Elektroplatte ist gefährlich. Auf einer Messe haben wir dann eine Induktionplatte mit passender Pfanne gekauft. Der Vorteil der Induktionplatte - sie wird selbst nicht so heiß. Nur durch die Wärmeabgabe des Topfes an die Glasplatte erwärmt sie sich langsam.
Inzwischen ist auch noch ein Gasgrill hinzu gekommen. Anfangs hatten wir einen Lavastein-Gasgrill, mit dem wir erste Grill-Erfahrungen gesammelt haben. Inzwischen haben wir einen portablen Weber-Gasgrill (Q 100) mit dem wir schon ganz passable BBQ - Ergebnisse erzielen. |
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Hygiene - Camping kontra Hotel
Schimmlige Matratzen in der Ferienwohnung, Präservative im
Hotelbett, Hundehaare und sonstige Gründe, warum ich lieber
auf meiner Luftmatratze schlafe.
Wir haben nicht immer Campingurlaub gemacht. Als
unser Wohnwagen in die Jahre kam, erprobten wir auch andere Varianten.
Da wir gerne kochen und die regionalen Produkte kennen lernen wollten,
war eine Ferienwohnung mit Küche naheliegend. Auf einer schönen
Mittelmeerinsel hatten wir ein Haus gemietet, alleinstehend, mit
allem Komfort, einer Dachterrasse und einer großen Küche.
Bei der Besichtigung der Küche wurde uns übel
- da musste erst mal kräftig geschrubbt werden. Die Töpfe
und Pfannen waren aber weiterhin verbeult, die Pfanne nicht zu gebrauchen.
Besonders schlimm waren jedoch die Matratzen! Sie
hatten über den Winter Schimmel angesetzt und waren nur oberflächlich
gereinigt. Als wir reklamieren wollten, war das Büro des Reiseveranstalters
geschlossen. Am anderen Tag war nur eine Bedienstete anwesend, die
weder Deutsch noch Englisch verstand. Wir fügten uns in unser
Schicksal, kauften eine neue Pfanne und verbrachten lange Abende
auf der Dachterrasse. Nach zwei Wochen zogen wir ans andere Ende
der Insel. Wir hofften vergebens auf bessere Matratzen.
Auf diesen Inseln stehen die Ferienwohnungen im
Winter leer. Die Häuser werden verschlossen und die Matratzen
schimmeln so vor sich hin.
Auf der Rückreise von dieser Insel hatten
wir ein anderes Hygiene-Erlebnis.
Die Fähre hatte 4 Stunden Verspätung,
wir mussten unterwegs übernachten. Es war schon spät,
wir suchten ein Hotel, das nicht von außen schon wie eine
Bruchbude aussah. Die Wirtin war nicht erfreut, dass sie uns noch
etwas kochen sollte. Die Atmosphäre im Hotel war etwas "seltsam".
Als ich dann die Bettdecke zurück schlug, kam eine Präservativ-Verpackung
zum Vorschein. Wir waren in einer "Absteige" gelandet.
Im Jahr darauf mieteten wir eine Ferienwohnung
an der Nordsee in Dänemark. Groß, mit offenem Kamin und Sauna. Als wir
die Matratzen im größten Schlafzimmer inspizierten, krabbelten
da kleine rote Tierchen (Läuseart) auf der Rückseite der Matratze
herum. Zum Glück gab es vier Schlafzimmer mit 8 Betten und
wir fanden zwei Matratzen, die weder verschimmelt noch "bewohnt"
waren. In anderen Hotelbetten fanden wir auch schon mal Hundehaare
auf der Tagesdecke.
Beim Campingurlaub schlafe ich auf meiner eigenen
Luftmatratze. Die hat weder Schimmel angesetzt, noch ist sie von
"Tierchen" bewohnt oder von fremdem Sperma kontaminiert;
und Hunde oder Katzen haben auch noch nicht darauf geschlafen. Manch
einer wird jetzt sagen: "Aber Krabbeltierchen gibt es beim Camping
schon!" Ja, wenn man nicht aufpasst und das Innenzelt sorgfältig
schließt, kann mal eine Ameise ins Innenzelt kommen. Die ist
dann aber schnell entfernt und bei intaktem Innenzelt und geschlossenem
Mückennetz müssen nachts alle Tierchen draußen bleiben.
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